Der Rückversicherer Swiss Re hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr verdient als erwartet. Begünstigt durch eine ungewöhnlich ruhige Sommersaison bei Naturkatastrophen steigerte der Konzern seinen Überschuss auf über vier Milliarden US-Dollar – ein Plus von rund 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Zürich mit.
Unternehmen klar auf Kurs, das Jahresziel von mehr als 4,4 Milliarden Dollar Gewinn zu erreichen.
Obwohl die schweren Waldbrände in Kalifornien zu Jahresbeginn hohe Schäden verursachten, blieben teure Sommerereignisse wie Hurrikans und Flutkatastrophen größtenteils aus. Dieser Effekt hatte bereits bei Konkurrenten Munich Re und Hannover Rück zu starken Quartalsgewinnen geführt. Beide Unternehmen hatten zuletzt ihre Jahresziele angehoben, ebenso wie der Erstversicherer Allianz am Donnerstagabend.
Swiss Re übertraf mit seinem Gewinn nun deutlich die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Branche von der aktuellen Großwetterlage profitiert.
Trotz des starken Ergebnisses gingen die Einnahmen der Schweizer zurück: Der Rückversicherungsumsatz sank in den ersten neun Monaten um etwa fünf Prozent auf rund 32 Milliarden Dollar. Dieser Rückgang trifft Swiss Re jedoch weniger hart, da die niedrigeren Schadenquoten und das straffe Risikomanagement die Margen kräftig verbessert haben.
Swiss Re nutzt das ruhige Katastrophenjahr konsequent aus und liegt klar über den Erwartungen. Sollte die Natur im letzten Jahresviertel ebenfalls moderat bleiben, dürfte der Konzern sein ambitioniertes Gewinnziel problemlos erreichen – und sich in die Reihe der Rückversicherer einreihen, die 2025 mit Rekordergebnissen planen.




