State Street erweitert Private-Credit-ETF-Angebot trotz verhaltenem Start
- State Street erweitert sein Private-Credit-ETF-Angebot trotz anfänglicher Herausforderungen.
- Der neue ETF fokussiert auf kurzlaufende Anleihen, um auf das aktuelle Zinsumfeld zu reagieren.
State Street erweitert sein Angebot an Private-Credit-ETFs, obwohl der erste Fonds wenig Investoreninteresse weckte. Ein neuer ETF fokussiert auf kurzlaufende Private- und Public-Credit-Instrumente, um illiquide Vermögenswerte zu demokratisieren.
Der SPDR SSGA Short Duration IG Public & Private Credit ETF investiert in Anleihen mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren. Apollo Global Management bleibt als Partner an Bord.
Die Strategie diversifiziert die Positionierung: Der im Februar gestartete SPDR SSGA IG Public & Private Credit ETF (Ticker: PRIV) hat eine durchschnittliche Laufzeit von sechs Jahren, während das neue Produkt kürzere Laufzeiten anstrebt.
Die Nachfrage nach PRIV blieb hinter den Erwartungen zurück. Seit dem Start verzeichnete der Fonds nur zwei Tage mit Nettozuflüssen, insgesamt rund fünf Millionen US-Dollar. Das verwaltete Vermögen beträgt derzeit 54,2 Millionen Dollar.
ETF-Analyst Todd Sohn von Strategas Securities sieht in einer Produktpalette mit unterschiedlichen Laufzeiten grundsätzlich Sinn, doch die Nachfrage bleibt fraglich, da Version eins nicht überzeugte.
Immer mehr Anbieter versuchen, den institutionellen Markt für Private Credit über liquide ETF-Hüllen für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Der neue Fonds darf maximal 15 % in illiquide Instrumente investieren, die private Exposure soll zwischen 10 % und 35 % liegen.
Nach SEC-Kritik an Bewertung und Liquiditätsmanagement von PRIV haben State Street und Apollo nachgebessert. Ein Sprecher verwies auf zunehmendes Kundeninteresse für PRIV, äußerte sich jedoch nicht zu den Plänen für das neue Produkt.
Ob die Strategie im zweiten Anlauf aufgeht, hängt vom Marktumfeld und der Risikobereitschaft der Investoren ab. Die Idee ist nicht neu, aber schwer zu verkaufen.