Starbucks senkt Preise in China: Reaktion auf Deflation und Konkurrenzdruck
- Starbucks senkt Preise in China wegen Deflation und Konkurrenzdruck.
- Lokale Anbieter bieten deutlich günstigere Alternativen an.
Starbucks hat in China die Preise für Eiskaffee- und Teespezialitäten gesenkt. Frappuccinos und Tea Lattes werden um durchschnittlich fünf Renminbi günstiger. Einige Getränke kosten nun nur noch Rmb23 (3,20 US-Dollar).
Der Schritt erfolgt aufgrund des steigenden Preisdrucks in einem schwierigen Konsumumfeld. Die Verbraucherpreise in China sanken im Mai um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den vierten Rückgang in Folge darstellt.
China ist mit 7.685 Filialen Ende 2023 der größte Auslandsmarkt für Starbucks. Trotz massiver Expansion, einschließlich einer Rösterei in Kunshan, gerät die Strategie unter Druck.
Der Wettbewerb mit lokalen Anbietern wie Manner Coffee und Luckin Coffee wird intensiver. Diese bieten deutlich günstigere Preise, was die Rechtfertigung der Preisdifferenz durch Markenstärke erschwert.
Auch andere Getränkesegmente sind in Bewegung. Die Bubble-Tea-Kette Mixue, die kürzlich 444 Millionen Dollar bei ihrem Börsengang einsammelte, verkauft Kaffee ab Rmb6,90 und expandiert in das von westlichen Marken dominierte Segment.
Starbucks räumte in seinem Jahresbericht ein, dass das wettbewerbsintensive Umfeld in China die Profitabilität belastet. Der Markteintritt neuer Wettbewerber verschärft die Lage zusätzlich.