S&P 500 erreicht Rekordhoch trotz geopolitischer Spannungen und schwachem Konsum
- Der S&P 500 erreicht trotz geopolitischer Spannungen ein Rekordhoch.
- Die Märkte profitieren von einer Normalisierung der wirtschaftspolitischen Lage.
Der S&P 500 hat trotz geopolitischer Spannungen und schwacher Konsumausgaben ein neues Rekordhoch erreicht. Diese Entwicklung spiegelt Erleichterung wider, dass befürchtete Extremrisiken bisher ausgeblieben sind.
Im April reagierten die Märkte heftig: Der S&P 500 fiel um 19 % aufgrund von Ängsten vor Trumps Zöllen, die Inflation und Zinsen hätten steigen lassen können.
Die tatsächlichen Zölle fielen niedriger aus, und die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Energiepreise blieben begrenzt. Der durchschnittliche US-Zollsatz liegt bei 18,8 %, die PCE-Inflation bei 2,3 %.
Die geldpolitische Rhetorik hat sich entspannt. Fed-Chef Powell sieht keine spürbare Inflation durch Zölle. Eine Zinssenkung könnte im nächsten Monat erfolgen, was die Märkte stützt.
Die Realwirtschaft sendet gemischte Signale. Das US-BIP soll 2025 nur um 0,8 % wachsen. Der Konsum schwächelt, mit einem Rückgang der inflationsbereinigten Ausgaben um 0,3 % im Mai.
Politische Risiken bleiben bestehen. Die Trump-Regierung hat Gespräche mit Kanada abgebrochen, neue Zölle sind angekündigt. Handelskonflikte über Halbleiter und Pharmaimporte sind in Vorbereitung.
Die Märkte profitieren von einer Normalisierung der wirtschaftspolitischen Lage. Die Stabilität beruht auf der Hoffnung auf „weniger Schlimmes“, nicht auf einer robusten Konjunktur.