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Schnellerer Modellwechsel bei Elektroautos: Chancen für Autohändler

Quelle: eulerpool

Schnellerer Modellwechsel bei Autos bringt Händlern mehr Stammkunden – positive Auswirkungen auf den Absatz.

Die zunehmende Verbreitung von Elektroautos (EVs) in den USA könnte den Autohändlern eine unerwartete Geschäftschance bieten. Dank der rasanten technologischen Entwicklung und der Alterung der Batterien könnten EVs schneller obsolet werden und häufiger ersetzt werden müssen. Dies könnte die Rückkehr von Kunden in die Autohäuser beschleunigen und zu mehr Umsätzen führen.

Im Jahr 1976 waren Autos auf amerikanischen Straßen im Durchschnitt 6,2 Jahre alt. Neue Autoverkäufe machten damals fast 10 % der Fahrzeugzulassungen aus. 2019, als das durchschnittliche Fahrzeugalter auf 12,1 Jahre gestiegen war, fiel der Anteil der Neuwagenverkäufe auf 6,4 %.

Elektrofahrzeuge könnten diese alten Glanzzeiten des schnellen Verkaufs und der raschen Obsoleszenz wiederbeleben. EVs, die heute 6,8 % der US-Auto-Verkäufe ausmachen, aber nur etwas mehr als 1 % der leichten Nutzfahrzeuge, könnten durch schnellere Erneuerungszyklen und häufigere Reparaturen das Geschäft der Händler ankurbeln. Eine Studie von J.D. Power zeigte, dass Besitzer von Batterie-EVs und Plug-in-Hybriden dreimal häufiger als Besitzer von benzinbetriebenen Fahrzeugen zur Werkstatt mussten.

Die Technologie von EVs entwickelt sich schneller als die von benzinbetriebenen Autos, die seit über einem Jahrhundert optimiert werden. Der mittlere Reichweite von Elektrofahrzeugen stieg von 270 Meilen im Jahr 2023 um 27 % gegenüber fünf Jahren zuvor. Hochwertige EVs zeigten noch beeindruckendere Fortschritte: 2018 konnte die längste Batteriereichweite 335 Meilen erreichen, während die Reichweite im letzten Jahr auf 516 Meilen stieg.

Hohe Reparaturkosten und schnellere Abschreibungen sind weitere Gründe, warum EVs möglicherweise schneller ersetzt werden. Daten von KBB und Manheim zeigen, dass ein neues EV, das Anfang 2022 gekauft wurde, nach etwa zwei Jahren und einem Monat nur noch etwa die Hälfte des empfohlenen Verkaufspreises einbrachte. Benzinbetriebene Autos und Hybride behielten in diesem Zeitraum etwa 66 % bzw. 73 % ihres ursprünglichen Wertes.

Hitzewellen und andere Naturkatastrophen können ebenfalls die Lebensdauer von Autos beeinträchtigen, und EVs sind keine Ausnahme. Höhere Reparatur- und Wartungskosten tragen zur schnelleren Abschreibung bei. Daten von Mitchell zeigen, dass EVs, die bis zu drei Jahre alt sind, häufiger als Totalschaden erklärt und verschrottet werden als benzinbetriebene Autos.

EV-Batterien, die nach Bundesgesetz mindestens acht Jahre oder 100.000 Meilen garantiert sind, können nach Ablauf der Garantiezeit teuer zu ersetzen sein. Laut Recurrent, einem Anbieter von Batterieüberwachungstools, meldeten etwa 13 % der EVs außerhalb der Garantiezeit einen Batterieaustausch.

Eine McKinsey-Umfrage im Juni zeigte, dass 46 % der EV-Besitzer in den USA planen, zu konventionellen Autos zurückzukehren, hauptsächlich aufgrund der unzureichenden Ladeinfrastruktur und der hohen Gesamtkosten des Besitzes. Trotz dieser Herausforderungen könnten EVs langfristig eine lukrative Möglichkeit für Autohändler darstellen, da sie durch schnellere Erneuerungszyklen und häufigere Kundenzurückkehr höhere Umsätze erzielen könnten.

Die durchschnittliche Lebensdauer von Autos auf den Straßen ist auf einen Rekordwert von 12,6 Jahren gestiegen, während das Durchschnittsalter von EVs von 3,9 Jahren im Jahr 2021 auf 3,5 Jahre in diesem Jahr gesunken ist. Dies deutet darauf hin, dass EVs schneller aus dem Verkehr gezogen werden als benzinbetriebene Fahrzeuge.

Obwohl die EV-Verkäufe im ersten Quartal 2024 nur um 2,6 % gestiegen sind, könnte die langfristige Perspektive für Autohändler positiv sein. Die Herausforderungen, die mit dem Besitz und der Wartung von EVs verbunden sind, könnten dazu führen, dass Kunden häufiger zurückkehren, was letztlich das Geschäft der Autohändler ankurbeln könnte.