Mitarbeiter in Sorge: Bereits 2024 strich SAP weltweit 10.000 Stellen, nun drohen weitere jährliche Einschnitte durch das Projekt „Mongoose“.
SAP will künftig jedes Jahr ein bis zwei Prozent seiner Belegschaft abbauen. Bei derzeit rund 109.000 Mitarbeitern entspricht das bis zu 2.200 Stellen jährlich. Offiziell spricht das Management von „Optimierungen“, der Betriebsrat hingegen warnt vor einem Kulturwandel und dem Verlust von Know-how.
Die Ankündigung folgt auf das bereits 2024 gestartete Großprogramm „Next Level Transformation“, bei dem weltweit 10.000 Stellen wegfielen. Mit dem neuen Projekt „Mongoose“ beginnt nun die nächste Runde. Kritik gab es vor allem an Finanzchef Dominik Asam, der den Stellenabbau im Analystencall mit „Zähneputzen“ verglich – eine Formulierung, die intern Empörung auslöste.
Während SAP betont, parallel in Zukunftsfelder wie Cloud und Künstliche Intelligenz zu investieren, fürchten Arbeitnehmervertreter einen dauerhaften Sparkurs. Analysten sehen die Maßnahmen dagegen im Einklang mit dem Branchentrend: Auch Microsoft, Google und Oracle haben zuletzt tausende Stellen gestrichen, um Kosten zu senken und KI-Investitionen zu finanzieren.



