Skip to content

Russland und Ukraine: Vorwürfe der Waffenruheverletzung und diplomatische Spannungen

  • Ukraine beschuldigt Russland der Waffenruheverletzung, fordert 30-tägige Feuerpause.
  • USA unterstützen Kiews Vorstoß, erwägen dauerhaften Waffenstillstand mit Sanktionserleichterung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj beschuldigt Russland, die angekündigte 30-stündige Waffenruhe über 2.000 Mal verletzt zu haben. Kiew fordert eine Verlängerung auf 30 Tage, doch Moskau hat bisher nicht reagiert.

Generalstabschef Oleksandr Syrskyj berichtet von Kämpfen in den Frontabschnitten bei Pokrowsk und Sjwersk. Trotz ausbleibender Luftangriffe setzen russische Truppen schwere Artillerie ein. Syrskyj betont, Russland habe seine Zusage nicht eingehalten.

Moskau weist die Vorwürfe zurück und beschuldigt die Ukraine, die Feuerpause durch hunderte Angriffe verletzt zu haben. Unabhängige Überprüfungen der Vorwürfe sind derzeit nicht möglich.

Zelenskyj kritisiert, dass Putins Ankündigung der Waffenruhe nur internationale Schlagzeilen erzeugen solle. Ein echter Waffenstillstand müsse Vertrauen aufbauen, nicht nur für 30 Stunden, sondern für 30 Tage.

Die USA unterstützen Kiews Vorstoß. Ein Sprecher des State Department begrüßt eine Verlängerung der Feuerpause. Washington erwägt einen dauerhaften Waffenstillstand mit partieller Sanktionserleichterung und möglicher Anerkennung der russischen Kontrolle über die Krim.

Während diplomatische Bemühungen stocken, verschärft sich die Lage an der Front. Russland meldet Geländegewinne in der Region Kursk und beansprucht 99,5 % des Gebiets zurückerobert zu haben. Angriffe auf zivile Ziele in Sumy und Krywyj Rih gehen weiter.

Am Samstag fand ein Gefangenenaustausch statt: 246 Soldaten auf jeder Seite wurden freigelassen. Die Vereinigten Arabischen Emirate vermittelten, ein seltenes Zeichen pragmatischer Verständigung in einem blockierten Konflikt.

Quelle: Eulerpool Research Systems