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Rio Tinto: Vergleich über 139 Mio. Dollar und anhaltende Herausforderungen bei Oyu Tolgoi

  • Rio Tinto einigt sich auf 139 Mio. Dollar Vergleich in US-Klage.
  • Oyu Tolgoi bleibt politisch und juristisch umkämpft.

Rio Tinto hat einem Vergleich über 138,75 Mio. US-Dollar zugestimmt, um eine Sammelklage in den USA beizulegen. Die Klage bezog sich auf angeblich verschleierte Probleme beim Ausbau der Oyu-Tolgoi-Kupfermine in der Mongolei.

Die Klage wurde 2021 vom US-Hedgefonds Pentwater Capital im Namen von Minderheitsaktionären der kanadischen Turquoise Hill Resources eingereicht. Rio Tinto besaß damals die Mehrheit an Turquoise Hill.

Pentwater warf Rio Tinto vor, bereits Monate vor der offiziellen Kommunikation über Budget- und Zeitplanüberschreitungen beim 6,75 Mrd. Dollar teuren Ausbauprojekt informiert gewesen zu sein.

Obwohl Rio Tinto die Vorwürfe als unbegründet zurückwies, bezeichnete der Konzern den Vergleich als angemessene Lösung. Die Vereinbarung enthält kein Schuldeingeständnis der Beklagten.

Der Vergleich unterstreicht die anhaltenden juristischen und politischen Risiken für Rio Tinto beim Oyu-Tolgoi-Projekt, einem der größten Kupferminenprojekte weltweit.

Zusätzliche Belastungen kommen aus der Mongolei: Die Regierung reichte eine Klage in London wegen angeblicher Korruption ein, die Rio Tinto entschieden zurückweist.

Der politische Druck in der Mongolei hat zugenommen, nachdem Premierminister Luvsannamsrain Oyun-Erdene nach einem Misstrauensvotum zurücktrat. Die Haltung der künftigen Regierung zum Projekt ist unklar.

Ein Steuerstreit zwischen Rio Tinto und der Mongolei über nachträgliche Forderungen aus früheren Projektphasen läuft ebenfalls.

Die Aktie von Rio Tinto fiel nach den Nachrichten um 2,3 Prozent an der Börse in Sydney.

Quelle: Eulerpool Research Systems