Die britische Banking-App Revolut setzt ihren Siegeszug in Deutschland fort: Über 1,6 Millionen App-Downloads in diesem Jahr zeigen, dass Gründer Nikolay Storonsky sein Versprechen, 2025 „noch größer und besser“ zu werden, einlöst. Damit lässt Revolut den deutschen Konkurrenten N26 weit hinter sich – und selbst Newcomer wie BBVA starten beachtlich.
Laut einer exklusiven Analyse von Appfigures Intelligence kommt Revolut auf dreimal so viele Downloads wie N26 (625.000). Besonders im Sommer zog die App mit über 220.000 monatlichen Downloads kräftig an – getrieben von einer massiven Marketingoffensive: Plakatwerbung an Flughäfen, Social-Media-Spots mit Fußballstar Mario Götze und Präsenz beim Berlin-Marathon.
Auch neue Produkte zahlen sich aus: eine deutsche IBAN, ein Tagesgeldkonto mit hohen Zinsen und mehr lokale Angebote machen Revolut für deutsche Nutzer attraktiver als je zuvor.
Ganz anders das Bild bei N26: Nach dem Ende der Wachstumsbeschränkung durch die Bafin im Sommer 2024 wollte die Berliner Neobank eigentlich durchstarten. Doch laut Appfigures sanken die monatlichen Downloads von 90.000 im Januar auf 54.000 im August. Erst im September ging es leicht bergauf.
Interne Turbulenzen, darunter der Abgang von Mitgründer Valentin Stalf, und der zunehmende Konkurrenzdruck dürften ihren Teil beigetragen haben. N26 betont zwar ein „stabiles Wachstum“, doch die Dynamik bleibt schwach.
Überraschend stark verlief der Start der spanischen BBVA, die im Juni mit einer eigenen Neobank in Deutschland antrat. Mit 3 % Zinsen aufs Ersparte und Cashback-Angeboten lockte sie bereits über 130.000 Downloads in drei Monaten an.
Doch die nächste Konkurrenz steht schon in den Startlöchern: J.P. Morgan will 2026 mit einer eigenen App in Deutschland einsteigen – und dürfte den Wettbewerb mit einem Marketingbudget beginnen, das selbst Revolut alt aussehen lassen könnte.




