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Rekordzuflüsse in US-ETFs: Anleger setzen auf aktive und kurzfristige Strategien

  • US-ETFs verzeichnen Rekordzuflüsse von 437 Milliarden Dollar trotz volatiler Märkte.
  • Aktive und kurzfristige Strategien sowie kurzlaufende Treasury-Produkte sind besonders gefragt.

US-ETFs verzeichneten trotz volatiler Märkte Zuflüsse von 437 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung deutet auf eine Umschichtung von klassischen Mutual Funds hin. Sollte das Tempo anhalten, könnte 2025 ein weiteres Rekordjahr für ETF-Zuflüsse werden.

Die Vorteile von ETFs, wie niedrigere Gebühren und hohe Liquidität, treiben die Nachfrage. Besonders in volatilen Phasen nutzen Anleger Kursrückgänge als Einstieg. Laut Greg Davis von Vanguard lag das Kauf-zu-Verkauf-Verhältnis bei fünf zu eins.

Der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) steht im Fokus. Mit 65 Milliarden Dollar Zuflüssen in diesem Jahr könnte er seinen Rekord von 2023 brechen. Auch der Total Stock Market ETF von Vanguard und das Pendant von State Street sind stark gefragt.

Aktiv gemanagte Fonds machen 30 Prozent der ETF-Zuflüsse aus, obwohl sie nur 10 Prozent der Branche repräsentieren. Produkte wie der JPMorgan Equity Premium Income ETF, der Dividenden durch Optionsstrategien generiert, wachsen stark.

Kurzlaufende Treasury-Produkte sind ebenfalls beliebt. BlackRocks ETF auf 0-3 Monate laufende US-Staatsanleihen zog fast 17 Milliarden Dollar an. Mit einer Rendite von 4,7 Prozent sprechen sie Anleger mit hoher Cashquote an.

Fondsanbieter wie Fidelity und JPMorgan erweitern ihr Angebot an aktiven ETFs. Viele planen, Mutual Funds in ETF-Strukturen umzuwandeln. Anträge bei der SEC laufen, was den Markt nachhaltig verändern könnte.

Larry Fink von BlackRock betont, dass 11 Billionen Dollar in Geldmarktfonds auf Umschichtung warten. Das nächste Kapitel der ETF-Geschichte hat begonnen.

Quelle: Eulerpool Research Systems