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Konsumflaute trifft Mode, Fahrräder und Möbel: KI-Analyse zeigt drastische Rückgänge

  • Ein massiver Nachfrageeinbruch trifft Mode, Fahrräder und Möbel.
  • KI-Analyse zeigt drastische Rückgänge und strukturelle Konsumzurückhaltung.

Ein massiver Nachfrageeinbruch belastet Bekleidungshersteller, Fahrradbauer, Möbelproduzenten und Reiseanbieter. Eine KI-gestützte Analyse von Suchdaten zeigt, wo die Konsumzurückhaltung besonders stark ist und welche Segmente noch Hoffnung bieten.

Der Hemden- und Blusenhersteller Eterna meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an. Zuvor hatten bereits Wormland, Adolf Riedl und Les Lunes aufgegeben. Mit Sympatex traf es einen weiteren Anbieter aus dem Bekleidungsumfeld. Rund 70 Mitarbeiter sind betroffen.

Die Modebranche steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung: steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und eine insgesamt schwache Nachfrage setzen zahlreiche Konsumsegmente unter Druck.

Experten von Alvarez & Marsal analysieren, dass steigende Insolvenzen, fragile Lieferketten und zunehmende Skepsis von Investoren die Lage verschärfen.

Eine KI-gestützte Analyse von Hase & Igel zeigt, dass die Suchanfragen nach Damenbekleidung seit 2022 um rund 60 Prozent zurückgingen. Für das erste Halbjahr 2026 wird ein weiterer Rückgang von 34 Prozent prognostiziert.

Auch Herrenmode verzeichnet ein Minus von rund 50 Prozent. Eine Ausnahme bildet der Schuhmarkt, der sich bislang stabiler zeigt.

Der Fahrradmarkt, der während der Corona-Jahre stark gewachsen war, kämpft inzwischen mit Überkapazitäten. Hersteller wie Canyon kündigten an, jede vierte Stelle in Deutschland abzubauen.

Die KI-Analyse zeigt seit 2022 kontinuierlich sinkende Suchanfragen nach Fahrrädern und E-Bikes. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang von rund fünf Prozent erwartet.

Ähnlich verläuft die Entwicklung im Möbelmarkt. Die deutsche Möbelindustrie setzte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 4,3 Prozent weniger um als im Vorjahr.

Auch hier zeigen die Suchdaten eine negative Tendenz. Für Tische, Schränke oder Küchen wird bis Juni ein Rückgang von etwa neun Prozent prognostiziert.

Selbst der lange stabile Reisemarkt zeigt Schwäche. Die Nachfrage nach Pauschalreisen ist seit zwei Jahren um 27 Prozent gesunken. Besonders betroffen sind Discount-Anbieter.

Auch das Outdoor-Segment verliert an Dynamik. Seit 2022 sanken die Suchanfragen nach Zelten, Wanderschuhen oder Outdoorjacken um rund 40 Prozent.

Essens- und Lebensmittellieferdienste, die während der Pandemie boomten, kühlen sich ab. Die Suchanfragen nach Lieferdiensten gingen seit 2022 um etwa 30 Prozent zurück.

Trotz der schwachen Konsumlage sehen Analysten leichte positive Signale. Für das erste Halbjahr 2026 wird ein moderater Nachfrageanstieg von knapp zwei Prozent prognostiziert.

Impulse kommen aus der Gastronomie, dem Kulturbereich sowie aus Gesundheitsdienstleistungen und Körperpflegeprodukten.

Die Gesamtentwicklung zeigt: Die Konsumzurückhaltung ist strukturell. Die Modebranche ist nur der sichtbarste Vorbote einer breiteren Abschwächung.

Quelle: Eulerpool Research Systems