Die spanische Großbank BBVA hat im Schlussquartal 2025 ihren Gewinn gesteigert und damit die Schwäche im türkischen Markt mehr als kompensiert. Getragen wurde das Ergebnis vor allem von robusten Geschäften in Spanien und Mexiko. Der Zinsüberschuss entwickelte sich stärker als erwartet und erwies sich erneut als zentraler Ertragstreiber.
Im vierten Quartal erhöhte sich der Nettogewinn um 4,1 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro. Damit traf BBVA die Markterwartungen. Auf Jahressicht wuchs der Gewinn um 4,5 Prozent auf 10,51 Milliarden Euro.
Entscheidend für die positive Entwicklung war der Zinsüberschuss. Dieser kletterte im Schlussquartal um 9,8 Prozent auf 7,03 Milliarden Euro und lag damit über den Analystenprognosen. Das deutet auf eine weiterhin solide Margenentwicklung im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft hin.
Regional zeigte sich ein differenziertes Bild:
Im türkischen Geschäft belasteten vor allem regulatorische Kreditbeschränkungen im Rahmen der Inflationsbekämpfung. Trotz dieser Rückgänge gelang es BBVA, die negativen Effekte durch die starke Performance in den beiden Hauptmärkten mehr als auszugleichen.
Die Zahlen unterstreichen die geografische Diversifikation des Instituts. Während einzelne Märkte unter regulatorischen oder makroökonomischen Herausforderungen leiden, sorgen Spanien und Mexiko weiterhin für stabile Cashflows und Ertragsdynamik.
Mit einem zweistelligen Milliardenjahresgewinn und einem kräftig wachsenden Zinsüberschuss bleibt BBVA operativ gut positioniert – auch in einem Umfeld, das in einzelnen Regionen zunehmend von geldpolitischen Eingriffen geprägt ist.




