Die Proteste zeigen: Ein wachsender Teil der US-Bevölkerung will sich Trumps Machtanspruch nicht beugen – und verteidigt lautstark die Demokratie auf Amerikas Straßen.
In den USA wächst der Widerstand gegen Präsident Donald Trump. Unter dem Motto „No Kings“ – „Keine Könige“ – sind am Wochenende laut Organisatoren fast sieben Millionen Menschen in über 2700 Städten auf die Straßen gegangen. Ihr Vorwurf: Trump wolle absolute Macht ausüben und demokratische Institutionen aushöhlen.
In New York City füllten mehr als 100.000 Menschen den Times Square, in Städten wie Pittsburgh, Washington und Boston marschierten ebenfalls Zehntausende. Auffällig: Die Stimmung blieb größtenteils friedlich, bunt und kreativ. Viele Demonstranten trugen Kostüme oder Schilder mit Aufschriften wie „Nein zur Autokratie, ja zur Demokratie“ oder „Wir brauchen keine royalen Dekrete“.
Statt auf die Proteste einzugehen, verspottete Trump die Demonstranten auf seiner Plattform Truth Social mit KI-generierten Videos, die ihn als „King Trump“ in Kampfflugzeugen oder mit Krone zeigen. Sein Umfeld sprach von „Amerika-Hassern“, während Kritiker ihm vorwerfen, gezielt Eskalation zu provozieren.
Die Bewegung „No Kings“ vereint inzwischen zahlreiche Gruppen – von Bürgerrechtsinitiativen bis zu Umweltverbänden. Ihr gemeinsames Ziel: den zunehmenden Autoritarismus in den USA stoppen. „Wir sind am Kipppunkt zum Faschismus“, sagte eine Demonstrantin in New York.



