Pop Mart steigert Umsatz durch Labubu-Boom auf 13,9 Mrd. Rmb und übertrifft Gewinnprognosen mit fast 400 Prozent.
Der chinesische Spielwarenkonzern Pop Mart hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr auf 13,9 Mrd. Rmb (1,93 Mrd. Dollar) mehr als verdreifacht. Der Nettogewinn schnellte um fast 400 Prozent auf 4,6 Mrd. Rmb nach oben und übertraf damit die im Juli ausgegebene Prognose von „mindestens“ 350 Prozent Gewinnsteigerung. Rund 40 Prozent der Erlöse stammen inzwischen aus dem Auslandsgeschäft.
Treiber des Booms ist die Popularität der Figur Labubu, einer pelzigen Elfenpuppe des Hongkonger Designers Kasing Lung. Das Sammlerobjekt entwickelte sich zum Massenphänomen, befeuert durch Prominente wie Rihanna und David Beckham. Bei einer Auktion in Peking erzielte ein lebensgroßes Labubu im Juni einen Preis von 1,2 Mio. Rmb inklusive Gebühren.
An der Börse setzte die Euphorie den Höhenflug fort: Die in Hongkong gelisteten Aktien von Pop Mart haben sich in den vergangenen zwölf Monaten um 570 Prozent verteuert. Gründer Wang Ning zählt damit laut Forbes zu den zehn reichsten Chinesen. Nach seinen Angaben könnte das Umsatzziel von 20 Mrd. Rmb für 2025 bereits übertroffen werden.
Pop Mart setzt auf sogenannte intellectual property toys, deren Designs von Künstlern entwickelt werden. Besonders erfolgreich ist das „Blind Box“-Format, bei dem Käufer erst beim Öffnen erfahren, welche Figur sich in der Schachtel befindet. Diese Ungewissheit hat Wiederholungskäufe befeuert, auch wenn staatliche Medien jüngst vor einer möglichen Suchtgefahr für Minderjährige warnten.
Neben der Monsters-Reihe, zu der Labubu gehört und die im ersten Halbjahr 4,8 Mrd. Rmb umsetzte, erzielten vier weitere Serien – Molly, Skullpanda, Crybaby und Dimoo – jeweils mehr als 1 Mrd. Rmb. Zur Stärkung seiner Präsenz eröffnete Pop Mart im Berichtszeitraum weltweit 571 Geschäfte und installierte fast 2.600 zusätzliche „Roboshops“, wobei das stärkste Wachstum in Nord- und Südamerika verzeichnet wurde.



