PepsiCo senkt Preise: Strategiewechsel im US-Markt zur Volumenstabilisierung
- PepsiCo senkt Preise für zentrale Snackmarken um bis zu 15 Prozent, um Volumen zu stabilisieren.
- Strategische Anpassungen im Produktportfolio und interne Restrukturierung sollen Margen verteidigen.
PepsiCo hat angekündigt, die Preise für zentrale Snackmarken wie Lay’s und Doritos um bis zu 15 Prozent zu senken. Diese Entscheidung folgt auf schwache Absatzentwicklungen in Nordamerika und ist ein Eingeständnis der begrenzten Preissetzungsmacht.
Rachel Ferdinando, CEO von PepsiCo Foods U.S., erklärte, dass Verbraucher sich finanziell unter Druck fühlen. Die Preissenkungen betreffen ausgewählte Verpackungsgrößen und basieren auf umfangreichen Verbraucher-Rückmeldungen zur eingeschränkten Leistbarkeit im zweiten Halbjahr 2025.
Der Kurswechsel erfolgt während einer internen Restrukturierung, die durch den Druck des aktivistischen Investors Elliott Management vorangetrieben wird. Ziel ist es, die Margen zu verteidigen, während die Preissetzungsspielräume enger werden.
PepsiCo hält an der Prognose für 2026 fest, ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 5 bis 7 Prozent zu erreichen. Dies signalisiert Vertrauen in operative Hebel jenseits reiner Preisstrategien.
Auch andere Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble und Coca-Cola reagieren auf die veränderte Konsumentenpsychologie. Inflation und politische Unsicherheiten haben die Budgetdisziplin vieler Haushalte verschärft.
Im vierten Quartal erzielte PepsiCo einen Umsatz von 29,34 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,26 Dollar, leicht über der Konsensprognose.
Die Aktie reagierte verhalten und notierte im vorbörslichen Handel rund ein Prozent im Minus. Bereits 2025 hatte das Papier etwa fünf Prozent verloren und damit schlechter abgeschnitten als Wettbewerber Coca-Cola.
PepsiCo setzt auf strategische Anpassungen im Produktportfolio. Snacks wie Lay’s werden neu positioniert mit Fokus auf „cleanere“ Zutatenprofile, um veränderten Konsumtrends gerecht zu werden.
Auch im Getränkebereich wird umgebaut: Präbiotische Limonaden sowie zuckerreduzierte Varianten sollen neue Wachstumsimpulse liefern.
PepsiCos Preissenkung ist Ausdruck eines strukturellen Übergangs. Nach Jahren preisgetriebener Umsatzsteigerung rückt das Volumen wieder in den Fokus. Markenstärke allein reicht nicht mehr aus, um dauerhaft steigende Preise durchzusetzen.
Für Investoren ist entscheidend, ob PepsiCo den Spagat zwischen Volumenstabilisierung und Margendisziplin gelingt. Die Prognose signalisiert Zuversicht, doch der US-Konsument bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor.