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Fusion von SpaceX und xAI: Vision von Rechenzentren im All trifft auf physikalische Grenzen

  • Elon Musk plant die Fusion von SpaceX und xAI für Rechenzentren im All.
  • Technische und wirtschaftliche Hürden machen die Umsetzung derzeit unrealistisch.

Elon Musk plant die Fusion von SpaceX und xAI, um Rechenzentren im All zu errichten. Diese sollen mit unbegrenzter Sonnenenergie betrieben werden. Der neue Konzern wird mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.

Die Idee basiert auf dem steigenden Energiebedarf moderner KI-Systeme. Musk argumentiert, dass die klassische Netzinfrastruktur diesen Bedarf nicht mehr decken kann.

Im All könnte Sonnenenergie intensiver genutzt werden, ohne atmosphärische Dämpfung. Musk behauptet, dass die Kühlung im All einfacher sei, da es dort „sehr kalt“ ist.

Diese Annahme ist jedoch technisch unzutreffend. Im Vakuum gibt es keine konvektive Kühlung. Abwärme kann nur durch Infrarotstrahlung abgeführt werden, was große Radiatorflächen erfordert.

Musk plant, jährlich eine Million Tonnen IT-Nutzlast ins All zu transportieren, um 100 Gigawatt KI-Rechenleistung aufzubauen. Dies entspricht fast dem 500-Fachen der heutigen globalen Startkapazität.

Das Starship-System soll stündliche Starts mit 200 Tonnen Nutzlast ermöglichen. Bisher gibt es jedoch keinen Nachweis, dass diese Frequenz oder Kapazität realistisch erreichbar ist.

Ein Start in den niedrigen Erdorbit kostet derzeit mehrere tausend Dollar pro Kilogramm. Die Kosten müssten auf unter 200 Dollar pro Kilogramm sinken, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu sein.

Ein 1-Gigawatt-Rechenzentrum im All würde Investitionskosten von rund 51 Milliarden Dollar erfordern, verglichen mit etwa 16 Milliarden Dollar auf der Erde.

Ein Rechenzentrum im All wäre ein hochkomplexes orbitales Industriesystem mit enormer Verwundbarkeit. Die Technologie befindet sich in einem sehr frühen Stadium.

Google plant erste Tests frühestens 2027. Start-ups wie Starcloud oder Lonestar experimentieren mit Demonstratoren, die weit kleiner sind als Musks Ankündigungen.

Während Musk von Terawatt-Rechenleistung im Orbit spricht, entstehen auf der Erde bereits großskalige Solarprojekte mit Gigawatt-Kapazitäten.

Die europäische Ascend-Studie sieht ein Gigawatt orbitaler Rechenleistung bis 2050 als machbar an. Musk verspricht Kostenvorteile innerhalb von zwei bis drei Jahren.

Die Vision ist spektakulär, doch die Umsetzung bleibt – Stand heute – Science-Fiction.

Quelle: Eulerpool Research Systems