AMS Osram verkauft Sensorikgeschäft an Infineon zur Schuldenreduktion
- AMS Osram verkauft nichtoptisches Sensorikgeschäft an Infineon für 570 Millionen Euro zur Schuldenreduktion.
- Der Konzern fokussiert sich auf „Digital Photonics“ und reduziert den Verschuldungsgrad von 3,3 auf 2,5.
AMS Osram hat sein nichtoptisches Sensorikgeschäft für 570 Millionen Euro an Infineon verkauft. Dieser Schritt soll den Schuldenabbau beschleunigen und die strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft unterstützen.
Der Verkauf umfasst Positions- und Berührungssensoren für Industrie- und Medizinanwendungen. Trotz der Profitabilität dieser Sparte war der Verkauf aus Sicht des Managements alternativlos.
Seit der Übernahme von Osram im Jahr 2020 kämpft das Unternehmen mit hohen Schulden. Der Verschuldungsgrad soll durch den Deal von 3,3 auf 2,5 sinken, was einen signifikanten Fortschritt darstellt.
AMS Osram konzentriert sich künftig auf „Digital Photonics“, die Kombination aus optischen Halbleitern und intelligenter Elektronik. Optische Sensoren verbleiben im Konzern, und der Standort Premstätten in Österreich bleibt teilweise erhalten.
Rund 230 Mitarbeiter wechseln zu Infineon. In Österreich gibt es Bedenken über mögliche Verlagerungen oder Stellenabbau, obwohl Infineon als stabiler Käufer gilt.
Für Infineon ergänzt die Akquisition das bestehende Portfolio im Sensorikbereich. Der Konzern verfolgt eine aktive Akquisitionsstrategie, zuletzt mit dem Kauf einer Marvell-Sparte für 2,5 Milliarden US-Dollar.
Obwohl der Verkauf kurzfristig Luft verschafft, bleibt die Frage, ob das verbleibende Kerngeschäft genug Cashflow generiert, um die Restverschuldung nachhaltig zu reduzieren.