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Peabody beendet Übernahme von Anglo-Kohleminen: Schiedsverfahren angekündigt

  • Peabody beendet 3,8-Milliarden-Dollar-Übernahme von Anglo-Kohleminen nach Schließung von Moranbah North.
  • Anglo kündigt Schiedsverfahren an, um Schadensersatz für die „rechtswidrige Kündigung“ zu fordern.

Peabody Energy hat die 3,8-Milliarden-Dollar-Übernahme von Anglo Americans australischen Kohleminen abgebrochen. Grund ist die anhaltende Schließung der Mine Moranbah North nach einer Explosion, die Peabody als „material adverse change“ bewertet.

Die 90-tägige Frist zur Einigung über Abhilfen verstrich ohne Ergebnis. Peabody-CEO Jim Grech erklärte die Beendigung des Deals. Anglo widerspricht und plant ein Schiedsverfahren, um Schadensersatz für die „rechtswidrige Kündigung“ zu fordern.

Für Anglo ist der Rückzug ein Rückschlag. Der Verkauf der Minen war zentral für den Restrukturierungsplan von CEO Duncan Wanblad. Er bleibt optimistisch, andere Interessenten zu finden, da es bereits unaufgeforderte Angebote gab.

Die Unsicherheit um Moranbah North trifft auf ein schwaches Marktumfeld. Der Preis für australische Kokskohle fiel seit Jahresbeginn um 11 Prozent. Jefferies schätzt, dass ein Wiederanlauf der Mine 2025 den Dealwert um 316 Millionen US-Dollar mindern könnte.

Nach der Ankündigung stiegen Peabody-Aktien in New York um 6 Prozent, was die Marktkapitalisierung auf über 2 Milliarden US-Dollar erhöhte. Auch Anglo-Aktien legten in London um 3 Prozent zu.

Quelle: Eulerpool Research Systems