Der österreichische Energieriese OMV dämpft die Erwartungen: Angesichts steigender Kosten und eines schwierigeren Marktumfelds rechnet der Konzern künftig mit deutlich weniger Mittelzuflüssen als bisher geplant.
Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat seine langfristigen Finanzziele nach unten korrigiert. Bis 2030 rechnet der Konzern nun nur noch mit einem Cashflow aus der Betriebstätigkeit von über sechs Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag auf seinem Kapitalmarkttag mitteilte. Zuvor hatte OMV noch mindestens 7,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
An seiner Prognose für das bereinigte operative Ergebnis (CCS EBIT) hält OMV jedoch fest: Es soll weiterhin bei über 6,5 Milliarden Euro liegen. Trotz der gesenkten Cashflow-Erwartung plant der Konzern, die Öl- und Gasproduktion bis 2030 auf rund 400.000 Barrel pro Tag auszubauen.
Mit der Anpassung reagiert OMV auf das unsicherere Marktumfeld sowie auf steigende Investitionskosten im Chemie- und Energiesektor. Investoren dürften die Senkung des Cashflow-Ziels mit Skepsis sehen – auch wenn die operative Stärke und Wachstumsambitionen in der Produktion bestehen bleiben.




