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Oakley Capital übernimmt Smythson: Sanierung der Luxusmarke im Fokus

Quelle: eulerpool

Oakley Capital übernimmt Smythson und setzt auf die Sanierung der traditionsreichen Luxusmarke mit königlichem Gütesiegel.

Mit einem Vorsteuerverlust von 6,7 Mio. £ bei einem Jahresumsatz von 28,5 Mio. £ hat Smythson das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 abgeschlossen – ein leichter Rückgang gegenüber dem Fehlbetrag von 8 Mio. £ im Vorjahr. Nun hat Oakley Capital das defizitäre Londoner Luxusunternehmen übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Smythson, gegründet 1887 auf der Londoner New Bond Street, ist bekannt für hochwertige Lederwaren, Notizbücher und Schreibutensilien – darunter Wochenkalender für 185 £ oder Grußkarten für 13 £. Die Eigentümerschaft des italienischen Tivoli-Konzerns endete damit nach fast 16 Jahren. Zuletzt hatte die Marke unter dem Rückgang der Nachfrage nach Luxusartikeln gelitten und ihre Flagship-Filiale auf der New Bond Street geschlossen.

Der Käufer Oakley Capital, der bereits in Globe-Trotter und Connolly investiert ist, bündelt die Transaktion mit der Übernahme zweier italienischer Marken – dem Interieur-Label Fornasetti und dem Reisegepäckhersteller Fabbrica Pelletterie Milano. Alle Zukäufe fließen in das Oakley-Vehikel Iconic BrandCo. Die börsennotierte Oakley Capital Investments beziffert ihren Eigenanteil an den Transaktionen auf 15 Mio. £.

Trotz der roten Zahlen konnte Smythson ein Wachstum der flächenbereinigten Umsätze um 4,6 Prozent verbuchen. Belastend wirkten jedoch hohe Inflation, schwache Besucherzahlen in Kaufhäusern und daraus resultierende Einbußen im Großhandelsgeschäft. Die Gruppe verfolgt eine klare Konsolidierungsstrategie: unrentable Standorte sollen geschlossen und die Expansion in Kernmärkten forciert werden.

Smythson hält zwei Royal Warrants – ein Status, den weltweit nur sieben Unternehmen genießen. Zu den früheren Kunden zählten Winston Churchill und Mitglieder der britischen Königsfamilie. Für Oakley-CEO Peter Dubens ist die Übernahme deshalb auch ein Investment in Authentizität: „Heritage brands können nicht über Nacht geschaffen werden.“