Nippon Steel übernimmt U.S. Steel: Trump sichert Einfluss mit „goldener Aktie“ und Milliardeninvestitionen
- Nippon Steel übernimmt U.S. Steel für 14,1 Mrd. US-Dollar mit Zustimmung der Trump-Administration.
- Investitionen von 11 Mrd. US-Dollar und eine „goldene Aktie“ sichern US-Einfluss und Arbeitsplätze.
Nach langen Verhandlungen darf Nippon Steel den US-Stahlkonzern U.S. Steel für 14,1 Mrd. US-Dollar übernehmen. Die Transaktion war im Januar 2024 durch ein Veto von Präsident Biden gestoppt worden, wurde nun aber unter Trump genehmigt.
Die Einigung mit der Trump-Administration umfasst eine „goldene Aktie“, die den USA Mitspracherechte bei U.S. Steel gewährt. Nippon Steel verpflichtet sich zudem zu Investitionen von 11 Mrd. US-Dollar in den nächsten drei Jahren.
Ein neues Stahlwerk nach 2028 könnte das Investitionsvolumen auf 14 Mrd. US-Dollar erhöhen. U.S. Steel behält seinen Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania.
Die Aktien von U.S. Steel stiegen nachbörslich um 5 Prozent auf 54,84 US-Dollar. Nippon Steel bietet 55 Dollar pro Aktie und setzte sich gegen mehrere Konkurrenten durch.
Präsident Trump stimmte nach Gesprächen mit Nippon Steel zu. Das Weiße Haus bezeichnete den Deal als „kritischen Beitrag zur nationalen und wirtschaftlichen Sicherheit der USA“.
Der Deal markiert einen Wandel in der US-Stahlindustrie. U.S. Steel plant eine Modernisierung der Werke, was bei Gewerkschaften gemischte Reaktionen hervorruft. Die United Steelworkers wollen die Vereinbarung prüfen.
U.S. Steel beschäftigt rund 14.000 Menschen in den USA. Ein Scheitern der Transaktion hätte Werksschließungen zur Folge haben können, ein Risiko, das nun abgewendet scheint.
Mit der Übernahme wird Nippon Steel führender Anbieter von in den USA produziertem Stahl. Die Erhöhung der US-Einfuhrzölle auf Stahlimporte auf 50 Prozent stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von US-Produzenten wie U.S. Steel.