Nestlé unter Druck: Illegale Wasserbehandlung und Vertuschungsvorwürfe in Frankreich
- Nestlé steht in Frankreich wegen illegaler Wasserbehandlung unter Druck.
- Die Regierung wird beschuldigt, Vorschriften geändert zu haben, um Nestlé zu unterstützen.
Der Lebensmittelkonzern Nestlé steht in Frankreich wegen illegaler Wasserbehandlung unter Beschuss. Ein Parlamentsbericht wirft der Regierung Vertuschung und Missachtung europäischer Vorschriften vor.
Nestlé Waters soll über Jahre hinweg Mineralwasser mit verbotenen Verfahren wie UV-Bestrahlung und Mikrofiltration behandelt haben. Die französische Regierung soll heimlich Regularien geändert haben, um diese Praktiken zu legalisieren.
Interne Berichte zeigen, dass Nestlé bereits Ende 2020 über die unzulässige Wasseraufbereitung informiert war. Anstatt die Produkte zurückzurufen, kontaktierte das Unternehmen die Behörden, die daraufhin umstrittene Verfahren legalisierten.
Der Bericht dokumentiert auch, dass Informationen über Pestizidrückstände in den Perrier-Quellen nicht in Gesundheitsberichte aufgenommen wurden. Kritiker werfen Nestlé gezielte Einflussnahme vor.
Foodwatch beschuldigt die Regierung der „aktiven Beihilfe zu einer Täuschung“. Nestlé habe durch die Unterstützung der Regierung seine Produkte weiterverkaufen können, obwohl ein Skandal vorlag.
Bereits 2024 reichte Foodwatch Klagen gegen Nestlé und Sources Alma ein. Die Justiz ermittelt, und Nestlé zahlte eine zweistellige Millionensumme, um ein Verfahren beizulegen, ohne Schuld einzugestehen.
Der französische Wassermarkt bleibt politisch brisant. Ein früherer Bericht über illegale Wasserbehandlung wurde 2022 unterdrückt. Ein Jahr später legalisierte die Regierung stillschweigend umstrittene Verfahren.
Das Vertrauen in Marken wie Perrier und Vittel sinkt. Auch die Glaubwürdigkeit der französischen Behörden steht in Frage, sowohl national als auch gegenüber der EU.