Skip to content

Microsoft stärkt Europas digitale Souveränität mit 200 neuen Rechenzentren

  • Microsoft plant über 200 neue Rechenzentren in der EU zur Stärkung der digitalen Souveränität.
  • Kooperationen mit europäischen Cloud-Anbietern und neue Lizenzmodelle sind Teil der Strategie.

Microsoft plant eine erhebliche Erweiterung seiner Cloud- und KI-Infrastruktur in der EU. In den nächsten zwei Jahren sollen über 200 Rechenzentren entstehen, um den Forderungen nach digitaler Souveränität gerecht zu werden.

Der Ausbau erfolgt inmitten wachsender Forderungen europäischer Unternehmen und Politiker nach Unabhängigkeit von US-Diensten. Eine Allianz aus 100 Firmen, darunter Airbus, fordert von der EU-Kommission den Einsatz europäischer Lösungen im öffentlichen Sektor.

Microsoft-Präsident Brad Smith betont, dass Tech-Souveränität nicht ausschließlich europäische Anbieter erfordert. Wichtig sei, dass Technologien den europäischen Gesetzen entsprechen. Ein europäischer Aufsichtsrat soll künftig die regionalen Cloud-Aktivitäten überwachen.

Geopolitische Spannungen verstärken die Sorge, dass US-Konzerne ihre Dienste einstellen könnten. Smith hält dies für unwahrscheinlich, versichert jedoch, dass Microsoft sich notfalls juristisch wehren würde. Vertrauen der Kunden sei essenziell für das Geschäft.

Neben dem Ausbau der Infrastruktur kooperiert Microsoft mit kleineren europäischen Cloud-Anbietern und entwickelt neue Lizenzmodelle, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Microsoft vergleicht KI und Cloud-Rechenzentren mit Elektrizität im Industriezeitalter. Technologieanbieter müssen heute nicht nur leistungsfähig, sondern auch politisch verlässlich sein.

Quelle: Eulerpool Research Systems