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MFE strebt Übernahme von ProSiebenSat.1 für €1,3 Mrd an

  • MFE bietet €1,3 Mrd für ProSiebenSat.1, um seine paneuropäische Medienstrategie zu stärken.
  • Das Pflichtangebot erfolgt, da MFE die 30-Prozent-Schwelle überschreitet und strategische Kontrolle anstrebt.

MediaForEurope (MFE), das Medienunternehmen der Berlusconi-Familie, hat ein Übernahmeangebot für ProSiebenSat.1 in Höhe von €1,3 Mrd vorgelegt. Der Angebotspreis liegt bei €5,70 je Aktie, knapp unter dem aktuellen Börsenkurs von €6,53.

Das Angebot ist nicht freiwillig, da MFE bereits 29 Prozent an ProSiebenSat.1 hält. Mit dem Erwerb weiterer Anteile überschreitet MFE die 30-Prozent-Schwelle, was ein Pflichtangebot nach deutschem Recht auslöst.

MFE sichert sich durch ein Abkommen mit einem weiteren Aktionär die Stimmrechtsmehrheit. Dies ermöglicht eine strategische Kontrolle und Integration von ProSiebenSat.1 in MFE's paneuropäische Expansionsstrategie.

ProSiebenSat.1 prüft die Offerte nach Veröffentlichung der vollständigen Angebotsunterlage. Das Unternehmen hat sich von Randaktivitäten getrennt, offenbar auf Druck von MFE, trotz Beteuerungen, keine vollständige Übernahme anzustreben.

MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi verfolgt die Vision eines kontinentaleuropäischen Fernsehnetzwerks. Der deutsche Markt mit über 100 Millionen deutschsprachigen Konsumenten ist für MFE der Schlüssel zu einer paneuropäischen Plattform.

Quelle: Eulerpool Research Systems