Mexikanische Aktien auf Rekordhoch: Schwacher US-Dollar und stabile Politik als Treiber
- Mexikanische Aktien erreichen neue Höchststände dank schwachem US-Dollar und stabiler Politik.
- Unterbewertung und Reformen der Börse Mexicana de Valores machen Mexiko attraktiv für Investoren.
Der mexikanische Leitindex Mexbol erreichte mit einem Anstieg um 2,2 % auf 59.735 Punkte ein neues Allzeithoch. Diese Entwicklung spiegelt die Erholung lateinamerikanischer Märkte wider, da auch Brasilien, Peru und Chile im Mai Höchststände verzeichneten.
Die Rally wird durch politisches Geschick, makroökonomischen Rückenwind und einen schwachen Dollar angetrieben. Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn 7 % verloren, was Schwellenländern günstigere Refinanzierungsmöglichkeiten bietet.
Mexiko profitiert von seiner geopolitischen Sonderrolle. Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte die bevorzugte Behandlung in Verhandlungen mit den USA. Ihre pragmatische Außenpolitik und innenpolitische Stabilität signalisieren Verlässlichkeit für Investoren.
Mexikanische Aktien sind mit dem 12,2-Fachen der erwarteten 12-Monats-Gewinne bewertet, unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 13,6. Diese Unterbewertung und ein stabiles Zinsumfeld machen Mexiko attraktiv für Kapitalmarktexperten.
Strukturelle Reformen der Börse Mexicana de Valores sollen die Marktaktivität beleben. Diese Maßnahmen reagieren auf das schwache IPO-Umfeld und die im Vergleich zu Brasilien rückständigen Kapitalmärkte.
Mexikos Börsenaufschwung basiert nicht nur auf kurzfristiger Euphorie, sondern auf politischer Ruhe, günstiger Bewertung und gezielter Marktpflege.