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Meta erzielt Vergleich im Datenschutzstreit und vermeidet öffentliche Aussagen

  • Meta erzielt Vergleich im Datenschutzstreit, um öffentliche Aussagen zu vermeiden.
  • Der Vergleich betrifft Milliardenverluste durch Missachtung von Datenschutzauflagen.

Meta hat im milliardenschweren Rechtsstreit um Datenschutzversäumnisse einen Vergleich erzielt. Der Facebook-Mutterkonzern einigte sich mit klagenden Pensionsfonds, die dem Unternehmen Milliardenverluste durch Missachtung von Datenschutzauflagen vorwarfen.

Der Vergleich wurde in Delaware bekanntgegeben, am zweiten Tag eines auf acht Tage angesetzten Prozesses. Finanzielle Details bleiben vertraulich, sollen aber bald beim Delaware Court of Chancery eingereicht werden.

Die Klage zielte darauf ab, das damalige Management von Meta, darunter Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg, für die Verletzung eines Datenschutzabkommens mit der FTC aus 2012 verantwortlich zu machen. 2019 zahlte Meta bereits eine Rekordstrafe von 5 Milliarden Dollar an die FTC.

Das Verfahren ist eine „Derivative Action“: Zahlungen fließen nicht an Aktionäre, sondern in die Unternehmens-Kasse. Eine Quelle bestätigte, dass Metas Versicherung für Vorstandshaftung den Vergleich deckt.

Meta wollte mit dem Vergleich verhindern, dass prominente Manager öffentlich aussagen müssen. Für Donnerstag war der Auftritt von Marc Andreessen geplant. In der kommenden Woche hätten auch Zuckerberg und Sandberg aussagen sollen.

Der Prozess galt als Signalverfahren, da erstmals ein Tech-Konzernvorstand für operative Mängel haftbar gemacht werden sollte. Vergleichbare Verfahren wurden oft abgewiesen oder still beigelegt, wie bei Boeing 2021.

Die Klage warf dem Vorstand vor, einen Deal mit der FTC abgeschlossen zu haben, der vor allem CEO Zuckerberg schützte. Zudem stand der Vorwurf im Raum, Zuckerberg habe Meta-Aktien verkauft, trotz Kenntnis der Datenschutzprobleme.

In US-Techkreisen wird über eine Verlagerung des Firmensitzes in „gründerfreundlichere“ Staaten diskutiert. Meta prüft laut Insidern einen Weggang aus Delaware, ähnlich wie Tesla und Dropbox. Auch Andreessen Horowitz verlegt seine Hauptgesellschaft nach Nevada.

Meta und die Klägerseite kommentierten den Vergleich bislang nicht. Richterin Kathaleen McCormick begrüßte die Einigung und kündigte an, den finalen Vergleich sorgfältig zu prüfen.

Quelle: Eulerpool Research Systems