Merck erwägt Übernahme von MoonLake zur Stärkung der Pipeline vor Keytruda-Patentverlust
- Merck prüft die Übernahme von MoonLake, um die Pipeline vor dem Keytruda-Patentverlust zu stärken.
- MoonLake entwickelt Sonelokimab zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen, während Merck unter Druck steht, neue Wachstumstreiber zu finden.
Merck & Co prüft die Übernahme des Schweizer Biotechunternehmens MoonLake Immunotherapeutics. Ein erstes Angebot über drei Milliarden US-Dollar wurde abgelehnt, doch weitere Gespräche sind möglich. MoonLake entwickelt den Antikörper Sonelokimab zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen.
Merck steht unter Druck, seine Pipeline zu erneuern, da der Patentschutz für Keytruda 2028 ausläuft. Der Umsatz mit Gardasil in China sinkt, und die Einführung von Winrevair verläuft schleppend. Die Merck-Aktie fiel um 39 Prozent, während der S&P 500-Pharmaindex um 11 Prozent sank.
CEO Rob Davis betonte, dass geopolitische Unsicherheiten keine Hindernisse für Zukäufe darstellen. Er kritisierte jedoch die hohen Preisvorstellungen der Verkäufer. MoonLake-Aktien stiegen seit 2022 um 50 Prozent, da Investoren auf eine Übernahme spekulieren.
Der Markt für Healthcare-M&A-Transaktionen ist rückläufig, doch Einzeldeals wie Sanofis Übernahme von Blueprint Medicines für 9,5 Milliarden Dollar setzen Impulse. Bristol Myers Squibb schloss eine Partnerschaft mit BioNTech für eine potenzielle Keytruda-Alternative ab.