Skip to content

Mercedes-Benz: Strategische Herausforderungen und Sparmaßnahmen im Fokus

  • Mercedes-Benz plant ein Sparprogramm über fünf Milliarden Euro bis 2027.
  • Die EBIT-Marge der Pkw-Sparte fiel von 8,1 auf 4,4 Prozent.

Mercedes-Benz steht vor großen Herausforderungen: Ein Gewinneinbruch im ersten Quartal 2025 und eine gesenkte Absatzprognose zwingen den Konzern zu einem strikten Sparkurs. Ein Kostensenkungsprogramm über fünf Milliarden Euro bis 2027 soll die finanzielle Lage stabilisieren.

Die EBIT-Marge der Pkw-Sparte fiel von 8,1 auf 4,4 Prozent. Analysten erwarten einen weiteren Rückgang. Der Gewinn sank im ersten Quartal um 43 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, der Umsatz um sieben Prozent auf 33,2 Milliarden Euro.

Besonders problematisch ist die Lage in China. Die Auslieferungen sanken 2024 um sieben Prozent, das operative Ergebnis der Gemeinschaftsproduktion BBAC fiel um 25 Prozent. Mercedes verliert Marktanteile an chinesische E-Auto-Hersteller.

Die Verkäufe rein elektrischer Modelle sanken 2024 um 23 Prozent, im ersten Quartal 2025 um weitere 14 Prozent. In China fanden EQS und EQS SUV kaum Käufer. Der Verbrenner bleibt dominant, 2027 sollen über 70 Prozent der Fahrzeuge klassisch angetrieben sein.

Mercedes plant Produktionsverlagerungen in die USA, eine Überarbeitung der Elektrodesignsprache und den Ausbau profitabler Baureihen. Bis 2027 sollen mehrere tausend Stellen gestrichen und die Kapazitäten in deutschen Werken um 100.000 Einheiten pro Jahr reduziert werden.

Trotz operativer Schwächen bleibt die Bilanz robust: 33,3 Milliarden Euro Nettoliquidität und 66 Prozent Eigenkapitalquote. Investoren erhalten eine Dividende von 4,30 Euro pro Aktie und ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Euro.

Mercedes steht vor der Herausforderung, Wachstum über Preissteigerungen und Luxusstrategie zu generieren. Die operative Marge droht im einstelligen Bereich zu verharren, während die Branche sich tiefgreifend transformiert.

Quelle: Eulerpool Research Systems