LIVESo. 14. Juni, 11 Uhr — Michael enthüllt seine Top-Aktien

Krones-Aktie steigt nach starkem Auftragseingang im dritten Quartal

Quelle: eulerpool

Die Aktie des Abfüll- und Verpackungsanlagenherstellers Krones ist am Freitag deutlich gestiegen, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal einen unerwartet starken Auftragseingang gemeldet hat. Zeitweise lag die Aktie im MDAX bei mehr als sechs Prozent im Plus und kletterte auf rund 127 Euro. Anleger reagierten damit positiv auf die Zahlen, obwohl die operative Marge hinter den Erwartungen zurückblieb.

Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 3,9 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorquartal legten die Bestellungen sogar um 6,2 Prozent zu. Im Auftragsbuch stehen damit 4,3 Milliarden Euro – ein ähnlich hoher Wert wie Ende 2024. Trotz des schwierigen Investitionsumfelds und der Zurückhaltung vieler Kunden bestätigte Krones seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr.

Der Umsatz wuchs um 4,7 Prozent auf ebenfalls knapp 1,4 Milliarden Euro. Zwar lag das Wachstum zu Jahresbeginn noch im zweistelligen Bereich, doch der Konzern spürt inzwischen die abwartende Haltung vieler Kunden. Kosten im hohen einstelligen Millionenbereich für die Branchenmesse Drinktec belasteten das operative Ergebnis. Das Ebitda stieg dennoch leicht auf gut 142 Millionen Euro, was einem Plus von 5,4 Prozent entspricht. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Beim Konzerngewinn hingegen wurden die Erwartungen verfehlt: Das Ergebnis stieg lediglich um 3,3 Prozent auf knapp 68 Millionen Euro.

Analysten werteten das Zahlenwerk grundsätzlich positiv. Der Konzern habe sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld solide behauptet, kommentierte Jefferies-Analyst Constantin Hesse. Gleichzeitig verwies er auf Stornierungen von Kundenaufträgen und die bereits angekündigte Verlangsamung des Wachstums im Jahr 2026. Umso bemerkenswerter sei es, dass das Management an seinen Jahreszielen festhält. Das deute auf ein starkes Abschlussquartal hin.

Für 2025 plant Krones weiterhin mit einem Umsatzplus zwischen sieben und neun Prozent im Vergleich zu den 5,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Die operative Gewinnspanne soll zwischen 10,2 und 10,8 Prozent liegen und damit leicht über dem Wert des Vorjahres.