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KLM plant umfassende Kostensenkungen und Asset-Verkäufe zur Steigerung der Rentabilität

Quelle: eulerpool

KLM plant umfangreiche Kostensenkungen und potenzielle Asset-Verkäufe, um angesichts steigender Ausgaben die Rentabilität zu steigern. Ziel ist es, das operative Ergebnis kurzfristig um 450 Millionen Euro zu verbessern und langfristig eine Gewinnmarge von über 8 % zu erzielen.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat einen umfassenden Plan zur Kostensenkung und zur Verbesserung der Profitabilität vorgestellt. Ziel ist es, das operative Ergebnis kurzfristig um 450 Millionen Euro zu steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab.

KLM, die Teil der Airline-Gruppe Air France-KLM ist, sieht sich mit steigenden Ausgaben für Ausrüstung, Personal und Flughafengebühren konfrontiert, während gleichzeitig eine Milliardeninvestition in die Erneuerung der Flugzeugflotte getätigt wird. Trotz höherer Umsätze verzeichnete die Fluggesellschaft im ersten Halbjahr 2024 einen operativen Verlust.

Der Plan umfasst neben der Reduzierung von Kosten und der Vereinfachung der Unternehmensstruktur auch die Verschiebung von Investitionen, die nicht sicherheits- oder compliance-relevant sind. Zusätzlich sollen alle Geschäftsfelder, die nicht unmittelbar zum Flugbetrieb beitragen, auf mögliche Outsourcing- oder Verkaufsoptionen geprüft werden.

Die Maßnahmen zielen darauf ab, ab dem Zeitraum 2026 bis 2028 eine Gewinnmarge von über 8 % zu erreichen, was dem Ziel der Air France-KLM Gruppe entspricht. Dies sei notwendig, um die mittelfristigen Profitabilitätsziele der Gruppe sicherzustellen, erklärte KLM.

„Wie viele andere Fluggesellschaften leiden wir unter hohen Kosten sowie Personal- und Ausrüstungsengpässen. Unsere Maschinen sind gut ausgelastet, aber unsere Kapazität liegt noch immer unter dem Niveau vor der Corona-Krise“, sagte KLM-CEO Marjan Rintel.

KLM wird versuchen, die Produktivität der Arbeitskräfte bis 2025 um mindestens 5 % zu steigern, unter anderem durch Automatisierung, Mechanisierung und die Reduzierung von Fehlzeiten. Die Fluggesellschaft prüft zudem Outsourcing-Optionen im Wartungsbereich, falls sich die Probleme bei Flugausfällen nicht ausreichend lösen lassen. Derzeit kann KLM aufgrund eines Mangels an Technikern und Problemen bei der Teileversorgung weniger Flüge als geplant durchführen.

Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, werden auch Anpassungen an der Kabinenausstattung und im Catering-Bereich getestet. Diese Maßnahmen sollen das Ergebnis jährlich um mindestens 100 Millionen Euro verbessern.

Die Börse reagierte verhalten auf die Ankündigung, während Analysten darauf hinweisen, dass KLM angesichts der hohen Kosten und des Wettbewerbsdrucks schwierige Entscheidungen treffen muss, um nachhaltig profitabel zu bleiben.