LIVESo. 14. Juni, 11 Uhr — Michael enthüllt seine Top-Aktien

Klaus-Michael Kühne erleidet 500 Millionen Euro Verlust bei Signa Prime und plant Rettung des Elbtowers

Quelle: eulerpool

Klaus-Michael Kühne beklagt 500 Millionen Euro Verlust bei Signa Prime und plant eine mögliche Rettung des Hamburger Elbtowers.

Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) offen über den finanziellen Schaden gesprochen, den er durch sein Investment in René Benkos Luxusimmobiliensparte Signa Prime erlitten hat. Laut Kühne beläuft sich der Verlust auf etwa 500 Millionen Euro. „Fast unser gesamter Einsatz ist verloren“, erklärte er und verwies darauf, dass die Gläubiger aufgrund der gesunkenen Immobilienwerte bevorzugt bedient würden, während die Aktionäre leer ausgingen.

Kühne äußerte sich kritisch über Benko und dessen Geschäftspraktiken. „Er hat mich um den Finger gewickelt“, sagte Kühne und berichtete, dass Benko bei einem Treffen in seinem Haus ein „rosarotes Bild“ der Lage gezeichnet habe. Kühne beschuldigt den Immobilienunternehmer, falsche Informationen geliefert zu haben, die eine realistische Einschätzung der Finanzlage verhindert hätten. „Da sind wir gründlich reingefallen.“

In den letzten Monaten vor der Krise bei Signa Prime habe Benko laut Kühne verzweifelte Versuche unternommen, das Unternehmen durch fragwürdige Konstrukte zu retten. „Er wollte, dass ich weitere Hunderte Millionen investiere“, so Kühne. Der Bruch zwischen den beiden erfolgte etwa ein Jahr, bevor die finanzielle Schieflage der Signa-Gruppe offensichtlich wurde.

Trotz der Enttäuschung bei Signa richtet Kühne den Blick nach vorn. Er ist Teil einer Investorengruppe um den Immobilienentwickler Dieter Becken, die sich für den Hamburger Elbtower interessiert. Das ambitionierte Bauprojekt steht seit einem Jahr still, und erhebliche Investitionen sind notwendig, um den Bau abzuschließen.

„Ich möchte nicht, dass der Elbtower eine Ruine bleibt“, erklärte Kühne der FAZ. Der Kaufpreis der Immobilie sei vergleichsweise niedrig, jedoch seien zusätzliche Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro erforderlich. Kühne zeigt sich bereit, etwa ein Viertel des benötigten Eigenkapitals von 200 bis 250 Millionen Euro beizusteuern.

Mit dem Elbtower-Projekt sieht Kühne die Chance, nicht nur eine prestigeträchtige Immobilie zu retten, sondern auch langfristig Wert zu schaffen: „Es könnte ein interessantes Objekt werden.“