Kanada setzt Digitalsteuer aus, um Handelsgespräche mit den USA zu retten
- Kanada stoppt Digitalsteuer, um Handelsgespräche mit den USA zu retten.
- Die Steuer sollte rückwirkend ab 2022 gelten und betrifft US-Techkonzerne.
Kanada hat in letzter Minute die Einführung einer Digitalsteuer auf US-Techkonzerneinnahmen gestoppt. Ziel ist es, die festgefahrenen Handelsgespräche mit den USA wiederzubeleben. Die Steuer sollte rückwirkend ab 2022 gelten.
Das kanadische Finanzministerium kündigte an, die Steuereinzüge auszusetzen und ein Gesetz zur Rücknahme der Abgabe ins Parlament einzubringen. Man hofft auf ein „gegenseitig vorteilhaftes Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten“.
US-Präsident Donald Trump hatte die Verhandlungen mit Kanada abgebrochen und die Steuer scharf kritisiert. Premierminister Mark Carney und Trump einigten sich jedoch darauf, die Gespräche wieder aufzunehmen.
Die geplante Digitalsteuer von 3 % auf Erlöse aus digitalen Diensten stieß in Washington auf breite Ablehnung. Kritiker bemängelten, dass die Steuer überwiegend amerikanische Unternehmen betreffe.
Für Kanada steht viel auf dem Spiel: Rund 20 % der Wirtschaftsleistung hängen am Handel mit den USA. Ein neues Handelsabkommen ist dringend notwendig, um US-Zölle auf kanadische Produkte abzuschaffen.
Die amerikanische Handelskammer in Kanada begrüßte die Entscheidung als „Signal zugunsten von Dialog und Fortschritt“. Kritiker bemängeln jedoch das späte Einlenken der kanadischen Regierung.