Die Aktie der DHL Group geriet am Freitagvormittag zwar leicht unter Druck, doch Analysten der US-Bank JPMorgan bleiben überzeugt. Mit einem Kursziel von 48,50 Euro und der Einstufung „Overweight“ sehen sie erheblichen Aufwärtsspielraum – trotz anhaltend schwachem Marktumfeld im Expressgeschäft.
Ausgangspunkt der Einschätzung ist der jüngste Quartalsbericht des US-Konkurrenten FedEx. Dessen Zahlen zeigten eine deutliche Abkühlung im internationalen Express-Segment – ein Bereich, in dem auch DHL traditionell stark ist. Analystin Alexia Dogani folgert daraus, dass die Bonner vorsichtig agieren müssen, um Margendruck zu vermeiden. Dennoch überwiegt für sie das strukturelle Potenzial des Konzerns.
Bei einem aktuellen Kurs von rund 37,70 Euro ergibt sich zum von JPMorgan gesetzten Ziel von 48,50 Euro ein theoretisches Potenzial von knapp 29 Prozent. Die Aktie notiert trotz des jüngsten Rückgangs auf Jahressicht noch gut 16,5 Prozent im Plus – ein Beleg für die robuste Nachfrage nach Logistikdienstleistungen.
Die nächsten Impulse erwartet der Markt am 6. November, wenn DHL die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegt. Investoren werden genau hinschauen, ob sich die schwächeren Trends im Expressbereich bestätigen – oder ob andere Sparten, wie das Fracht- und Paketgeschäft, die Bilanz stützen können.




