Japan und USA starten Handelsgespräche: Zwischen Zolldruck und strategischer Partnerschaft
- Japan und die USA starten Handelsgespräche in Washington, um Zölle und strategische Partnerschaften zu verhandeln.
- Die USA fordern besseren Zugang zum japanischen Agrarmarkt, während Japan Investitionsbereitschaft signalisiert.
Japan und die USA beginnen formelle Handelsgespräche in Washington. Tokio strebt mehr als nur Zollsenkungen an und hofft auf eine strategische Partnerschaft, die wirtschaftliche Entlastung bringt.
Die USA haben pauschale Zölle von 24 % auf japanische Waren verhängt, mit einer 90-tägigen Ausnahme. Der Basistarif von 10 % sowie Zölle auf Autos, Stahl und Aluminium bleiben bestehen.
Washington zeigt Gesprächsbereitschaft, insbesondere über Finanzminister Scott Bessent, der betont, mit Japan gemeinsam Druck auf China ausüben zu wollen.
Japan ist wirtschaftlich eng mit China verflochten, aber sicherheitspolitisch an die USA gebunden. Rund 53.000 US-Soldaten sind in Japan stationiert, was Tokio als Verhandlungsmasse nutzen könnte.
Die Gespräche umfassen mehr als Zölle. Die USA fordern besseren Zugang zum japanischen Agrarmarkt und weniger Handelshemmnisse. Japans Chefunterhändler Ryosei Akazawa ist bereit, über Devisen zu sprechen.
Tokio signalisiert Investitionsbereitschaft, etwa durch Käufe von US-Flüssiggas. Japan will jedoch vermeiden, dass ein Abkommen als Nachgeben gegenüber US-Zolldruck wahrgenommen wird.
Der Erfolg der Gespräche könnte als Vorlage für andere Staaten dienen. Ein Scheitern würde die Märkte verunsichern. Japans Rolle als größter ausländischer Halter von US-Staatsanleihen bleibt außen vor.