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Indra plant Übernahme von Santa Bárbara: Konflikt mit General Dynamics eskaliert

  • Indra will Santa Bárbara von General Dynamics übernehmen, was zu Spannungen führt.
  • General Dynamics weist Vorwürfe zurück und betont Investitionen in die spanische Verteidigungsindustrie.

Der spanische Rüstungskonzern Indra will den Panzerhersteller Santa Bárbara Sistemas von General Dynamics übernehmen. Dies führt zu Spannungen mit dem US-Unternehmen, das Indra mangelnde Investitionen und Schwächung der industriellen Basis vorwirft.

Indras Executive Chair, Ángel Escribano, betont, dass die Technologie von Santa Bárbara dem spanischen Volk gehöre. Er sieht Indra als das geeignete Unternehmen, um die Branche voranzutreiben.

General Dynamics, das 100 Prozent der Anteile an Santa Bárbara hält, weist die Vorwürfe zurück. Seit 2010 habe das Unternehmen fast 500 Millionen Euro in Santa Bárbara und die spanische Verteidigungsindustrie investiert.

Der Machtkampf fällt in eine Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheit. Europa setzt verstärkt auf nationale Rüstungskonzerne, nachdem US-Präsident Trump mehr europäische Verantwortung für die Verteidigung forderte.

Santa Bárbara wurde 2001 für fünf Millionen Euro an General Dynamics verkauft. Seitdem sei das Unternehmen kaum gewachsen, so Escribano. Die Technologie sei von spanischen Steuerzahlern finanziert und gehöre in spanische Hände.

Ob der spanische Staat den Kauf von Santa Bárbara unterstützt, bleibt unklar. Die Regierung lehnte eine Stellungnahme ab.

Quelle: Eulerpool Research Systems