Handelsfrieden zwischen USA und China treibt Tech-Aktien in die Höhe
- Ein Handelsfrieden zwischen den USA und China lässt Tech-Aktien und US-Futures steigen.
- Die Senkung der Strafzölle wird als Zeichen für eine mögliche Entspannung gewertet.
Ein unerwarteter Durchbruch im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Finanzmärkte beflügelt. Die Futures auf den S&P 500 stiegen um über 3 %, der Nasdaq 100 legte 4 % zu, angeführt von Technologiewerten wie Nvidia, Amazon, Apple und Tesla.
Beide Länder haben eine Senkung der Strafzölle vereinbart. US-Zölle auf chinesische Waren werden von 145 % auf 30 % reduziert, während die chinesischen Gegenzölle auf 10 % fallen. Der Waffenstillstand ist auf 90 Tage begrenzt, wird aber als Zeichen für Entspannung gewertet.
Der Dollar erreichte ein Ein-Monats-Hoch, während Gold über 3 % verlor. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um sieben Basispunkte. Guy Miller von Zurich Insurance sieht das Risiko einer tiefen US-Rezession als gebannt an.
Scott Bessent, US-Finanzminister, bezeichnete die Gespräche mit China als „robust und produktiv“. Eine vollständige Entkopplung der Volkswirtschaften sei nicht das Ziel, aber ein Rückgang der US-Zölle unter 10 % sei unwahrscheinlich.
Marktteilnehmer warnen vor verfrühter Entwarnung. Karen Georges von Ecofi betont, dass die 90-Tage-Pause nichts am strukturellen Misstrauen ändert. Der Markt bleibt anfällig für politische Wendungen.
Pharmawerte bildeten eine Ausnahme in der Rally. Nach Ankündigungen von Donald Trump, US-Medikamentenpreise zu senken, verloren Titel von Roche, AstraZeneca und anderen Pharmaunternehmen deutlich.
Geopolitische Entlastungen zeichnen sich ab: Indien und Pakistan verkündeten einen Waffenstillstand, was deren Börsen um 4 % bzw. 9 % steigen ließ. Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigte Gespräche mit Putin an, was Anleger in risikofreudige Positionen trieb.