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Gerichtsurteil gegen US-Zölle beflügelt globale Märkte

  • US-Gerichtsurteil hebt zentrale Importzölle der Trump-Ära auf, was die Märkte belebt.
  • Strategen warnen vor übertriebenem Optimismus, da alternative Gesetzesgrundlagen möglich sind.

Ein Urteil des US Court of International Trade hat die Finanzmärkte belebt. Eine Richterkammer in Manhattan hob zentrale Importzölle der Trump-Ära auf, was weltweit für Optimismus sorgte. Die Futures auf den S&P 500 und Nasdaq 100 stiegen um 1,4 % bzw. 1,8 %.

Die Entscheidung betrifft die „reciprocal tariffs“, ein Kernstück von Trumps Wirtschaftspolitik. Die Richter kritisierten den Missbrauch von Notstandsbefugnissen für Zölle auf Produkte aus China, Kanada und Mexiko. Die Regierung muss innerhalb von zehn Tagen reagieren, konkrete Vorgaben fehlen jedoch.

Anleger reagierten positiv auf die Aussicht einer Entspannung im Handelskonflikt. Der Dollar legte um 0,4 % zu, nachdem er seit Februar über 7 % verloren hatte. Laut Mingze Wu von StoneX ist die Aufwertung eine logische Reaktion auf die neue Hoffnung.

Strategen warnen jedoch vor übertriebenem Optimismus. Timothy Moe von Goldman Sachs betont, dass die Regierung alternative Gesetzesgrundlagen nutzen könnte. Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos bleiben unberührt.

Rodrigo Catril von der NAB sieht ebenfalls Spielraum für die Administration, das Urteil zu umgehen. Viele Details sind noch offen, und eine endgültige Entscheidung könnte erst der Supreme Court treffen.

Parallel dazu sorgte Nvidia-CEO Jensen Huang für positive Impulse. Trotz geopolitischer Spannungen stellte er einen optimistischen Ausblick für den AI-Sektor vor. Das Geschäft mit Rechenchips bleibt auf Wachstumskurs, ungeachtet der Exportsorgen Richtung China.

Quelle: Eulerpool Research Systems