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Französische Tesla-Kunden klagen: Musks Politik schadet der Marke

  • Französische Tesla-Kunden wollen Leasingverträge wegen Musks Politik kündigen.
  • Vandalismus und sinkende Verkaufszahlen belasten die Marke in Frankreich.

In Frankreich wollen rund zehn Tesla-Kunden ihre Leasingverträge kündigen. Sie argumentieren, dass Elon Musks politische Äußerungen die Marke beschädigt haben. Die Kunden fühlen sich in ihrem „friedlichen Gebrauch“ der Fahrzeuge beeinträchtigt.

Die Kläger, vertreten durch die Pariser Kanzlei GKA, berufen sich auf das französische Zivilrecht. Sie berichten von Vandalismus-Vorfällen und steigenden Versicherungsprämien. Ein Tesla wurde mit einem Hakenkreuz verunstaltet, ein anderer Vorfall betrifft eine Person, die auf ein Auto defäkiert hat.

Die Klage wird derzeit vom Handelsgericht in Paris geprüft. Ziel ist die vorzeitige Auflösung der vierjährigen Leasingverträge. Viele Kunden hatten sich aus ökologischen Gründen für Tesla entschieden, sehen sich nun aber mit einem „ideologisch verbrannten“ Produkt konfrontiert.

Die Anwälte werfen Musk „rechtsradikale Rhetorik“ vor. Als Belege nennen sie eine Geste, die dem Nazi-Gruß ähneln soll, und politische Anschuldigungen gegen den britischen Premierminister Keir Starmer. Musks Verhalten habe geschäftliche Konsequenzen.

Die Imageschäden spiegeln sich in den Verkaufszahlen wider. Laut dem französischen Automobilverband Plateforme Automobile sanken die Tesla-Neuzulassungen im Mai um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist der niedrigste Stand seit Juli 2022.

Tesla hat sich zu der Klage nicht geäußert. Der Fall zeigt, dass persönliche Positionierungen von CEOs in einer politisierten Wirtschaftswelt zur geschäftlichen Hypothek werden können, besonders wenn die Marke stark mit der Person verknüpft ist.

Quelle: Eulerpool Research Systems