Skip to content

Ford in Europa: Marktanteil sinkt, strategische Optionen gefordert

  • Ford verliert in Europa Marktanteile, Experten sehen Verkauf oder Partnerschaften als Optionen.
  • Restrukturierung in Köln: Stellenabbau und Elektroautoproduktion hinter Erwartungen.

Ford erlebt in Europa einen dramatischen Rückgang seines Marktanteils. In Deutschland fiel dieser 2024 auf 3,5 Prozent. Experten sehen Verkauf, Partnerschaften oder Rückzug als mögliche Strategien, um die Krise zu bewältigen.

Der Standort Köln ist besonders betroffen. Die Belegschaft wurde seit 2018 fast halbiert. Ein Restrukturierungsprogramm sieht den Abbau von 2900 Stellen bis 2027 vor. Die Stimmung ist angespannt, 93,5 Prozent der IG-Metall-Mitglieder stimmten für einen Arbeitskampf.

Die Elektroautoproduktion in Köln bleibt hinter den Erwartungen. Modelle wie der Explorer basieren auf der MEB-Plattform von Volkswagen, was zu geringen Margen führt. Automobilforscher Stefan Bratzel kritisiert die fehlende Differenzierung gegenüber Volkswagen.

Fords Versuch, sich im höherwertigen Segment zu positionieren, scheitert bisher. Die neuen Elektrofahrzeuge starten bei 40.000 Euro, einem hart umkämpften Markt. Chinesische Anbieter drängen mit aggressiven Preisen und solider Technik auf den Markt.

Ferdinand Dudenhöffer sieht für Ford kaum Chancen auf ein profitables Pkw-Geschäft in Europa. Ein Komplettverkauf oder ein Joint Venture, etwa mit Renault, könnten Auswege sein. Alternativ wären erhebliche Investitionen des US-Mutterkonzerns notwendig.

Die Situation erinnert an General Motors' Verkauf von Opel 2017. Doch Fords Verflechtung mit dem Nutzfahrzeuggeschäft erschwert einen klaren Schnitt. Dennoch bleibt ein solcher Schritt möglich, um die Krise zu bewältigen.

Quelle: Eulerpool Research Systems