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Fed warnt vor Inflation: Zinssenkungen bleiben in weiter Ferne

  • Die Fed hält die Leitzinsen stabil, trotz wachsender Inflationsrisiken durch neue Zölle.
  • Wachstumsprognosen wurden gesenkt, Inflationserwartungen für 2026 und 2027 nach oben korrigiert.

Die US-Notenbank bleibt vorsichtig. Trotz wachsender Inflationsrisiken und wirtschaftlicher Unsicherheiten hält die Fed die Leitzinsen stabil. Neue Zölle, insbesondere gegen China, könnten die Inflation weiter anheizen, so das Protokoll der Sitzung vom 6. und 7. Mai.

Die Fed-Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen für 2023 und 2024 gesenkt. Sie erwarten eine Schwächung des Arbeitsmarkts und steigende Arbeitslosigkeit bis 2027. Ein deutlicher Inflationsschub wird noch in diesem Jahr erwartet, vor allem durch Preissteigerungen bei Zwischenprodukten wie Stahl und Aluminium.

Der geldpolitische Kurs bleibt restriktiv. Zinssenkungserwartungen für das Juni-Meeting sind gesunken. Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass die Kosten des Abwartens gering seien, was vorschnelle Lockerungen ausschließt.

Trump kündigte massive Zollerhöhungen an, senkte jedoch die Zölle gegenüber China von 145 % auf 30 %. Dies wird als Entspannungssignal gewertet, ändert jedoch nichts an der vorsichtigen Haltung der Fed.

Die Fed zeigt wachsende Sensibilität gegenüber Preisbildungstendenzen. Unternehmen planen Preiserhöhungen, weil der Wettbewerb es vormacht. Diese Erwartungsdynamik könnte Preissteigerungen beschleunigen.

Die Inflationserwartungen für 2026 und 2027 wurden nach oben korrigiert. Sollte die Prognose zu optimistisch sein, sieht die Fed das Risiko vor allem auf der Oberseite. Die Inflation könnte hartnäckiger sein als angenommen.

Quelle: Eulerpool Research Systems