EZB vor Zinsentscheidung: Trumps Zollpolitik als Unsicherheitsfaktor
- Die Inflation im Euroraum nähert sich dem Ziel der EZB, doch Trumps Zollpolitik sorgt für Unsicherheit.
- Die EZB steht vor einer Zinsentscheidung, während geopolitische Risiken die Märkte beeinflussen.
Die Inflation im Euroraum fiel im März auf 2,2 % und nähert sich dem Ziel der EZB. Die Kerninflation sank auf 2,4 %, während die Teuerung im Dienstleistungssektor von 3,7 % auf 3,4 % zurückging.
Die EZB steht vor einer schwierigen Zinsentscheidung am 17. April. Trumps geplante Importzölle auf europäische Autos könnten die wirtschaftliche Lage und Inflation beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im April sank von 85 % auf 70 %.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte, dass US-Zölle das Wachstum im Euroraum um 0,3 Prozentpunkte senken könnten. Eine schwächere Euro-Währung könnte die Inflation kurzfristig um bis zu 0,5 Prozentpunkte erhöhen.
Mehr als die Hälfte der Euroländer verzeichnet weiterhin Teuerungsraten über zwei Prozent. Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, mit einer Arbeitslosenquote von 6,1 % im Februar.
Die Lohnentwicklung bleibt entscheidend für den mittelfristigen Inflationsausblick. Die EZB erwartet einen schrittweisen Rückgang des Lohndrucks, was einen nachhaltigen Inflationsrückgang bis Anfang 2026 plausibel macht.
Beobachter wie Jamie Rush von Bloomberg Economics sehen die Chancen für einen baldigen Zinsschritt steigen. Die geopolitischen Risiken, wie neue Zölle, seien bereits eingepreist.