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EZB-Ratsmitglied Wunsch signalisiert mögliche Lockerung der Geldpolitik

  • Pierre Wunsch sieht Spielraum für eine vorsichtige Lockerung der EZB-Geldpolitik.
  • Finanzmärkte erwarten Senkung des Einlagenzinses auf 1,75 Prozent bis Ende des Jahres.

Pierre Wunsch, Gouverneur der belgischen Zentralbank, sieht Spielraum für eine vorsichtige Lockerung der Geldpolitik. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und Preisdruck könnte eine Senkung des Einlagensatzes auf knapp unter zwei Prozent gerechtfertigt sein.

Der aktuelle Einlagenzins liegt bei 2,25 Prozent. Seit Juni 2024 hat die EZB den Satz in sieben Schritten von 4 Prozent gesenkt. Eine weitere Reduktion wäre ein Paradigmenwechsel für Wunsch, der zuvor vor einer zu schnellen Senkung warnte.

Finanzmärkte erwarten weitere Schritte: Investoren rechnen mit einer Senkung um 25 Basispunkte im Juni und einer weiteren im zweiten Halbjahr. Der Einlagenzins könnte auf 1,75 Prozent sinken. Einige Analysten erwarten jedoch eine mögliche Erhöhung im Jahr 2026 bei steigendem Inflationsdruck.

Wunsch bleibt gelassen gegenüber Markterwartungen. Er sieht die Möglichkeit, um 2025 leicht unterstützend zu wirken. Seine vorsichtige Formulierung deutet auf eine geldpolitische Absicherung gegen makroökonomische Risiken hin, ohne aggressive Lockerungen zu befürworten.

Wachsende internationale Protektionismus stellt ein Abwärtsrisiko für Wachstum und Preisstabilität dar. Wunsch teilt die Einschätzung, dass Risiken für zu niedrige Inflation künftig an Bedeutung gewinnen könnten.

Quelle: Eulerpool Research Systems