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Europas Wärmepumpenmarkt: Deutlicher Rückgang, Deutschland stark betroffen, UK wächst

  • Europas Wärmepumpenmarkt erlebte 2023 einen Rückgang um 23 Prozent, Deutschland besonders betroffen.
  • Das Vereinigte Königreich verzeichnete als einziges Land ein signifikantes Wachstum von 63 Prozent.

Der europäische Wärmepumpenmarkt hat im letzten Jahr einen deutlichen Rückgang erlebt. Laut der European Heat Pump Association (EHPA) sanken die Verkäufe in zehn von 13 Ländern um durchschnittlich 23 Prozent. Die Gesamtzahl der neu installierten Anlagen fiel von 2,6 Millionen auf 2,0 Millionen.

Deutschland verzeichnete den stärksten Rückgang mit einem Minus von 48 Prozent, von 437.000 auf 228.000 Geräte. Frankreich folgte mit einem Rückgang von 175.000 Systemen. Belgien schnitt prozentual am schlechtesten ab, mit einem Einbruch von 52 Prozent.

Die EHPA nennt drei Hauptgründe: Regulierungs- und Förderunsicherheit, schwächelnde Konjunktur und niedrige Erdgaspreise. In neun weiteren Ländern, darunter Italien und Schweden, gingen die Verkäufe ebenfalls zurück.

Nur das Vereinigte Königreich verzeichnete ein signifikantes Wachstum von 63 Prozent, dank erhöhter staatlicher Zuschüsse. Diese Zuschüsse gelten jedoch nur bis Ende 2024. Portugal und Österreich zeigten minimale Zuwächse.

Die deutsche Branche hofft auf eine Erholung im Jahr 2025, sofern staatliche Fördermittel nicht gekürzt werden. Die Popularität der Wärmepumpen stieg nach dem Ukraine-Krieg, geriet jedoch in politische Debatten um staatliche Eingriffe und hohe Kosten.

Quelle: Eulerpool Research Systems