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Emirate sichern sich Nvidia-Chips: Strategische Investitionen und geopolitische Spannungen

  • Die Emirate sichern sich jährlich 500.000 Nvidia-Chips und planen den Bau des größten Datenzentrumsclusters.
  • Der Deal markiert einen Bruch mit der Biden-Administration und zeigt die geopolitischen Ambitionen der Emirate.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich jährlich 500.000 Nvidia-Chips gesichert. Dies ist Teil eines Deals, der den Bau des weltweit größten Datenzentrumsclusters umfasst. Die Chips gehen an Group 42, geleitet von Scheich Tahnoon bin Zayed al Nahyan.

Der wirtschaftliche Wert für Nvidia ist enorm. Die Aktie stieg um über 15 %, da Analysten erwarten, dass die Einnahmenverluste durch US-Beschränkungen gegenüber China überkompensiert werden könnten.

Der Deal ist das Ergebnis einer politischen Charmeoffensive der Emirate. Emirati-Unterhändler versprachen Investitionen von 1,4 Billionen US-Dollar über zehn Jahre, teilweise für Projekte in den USA.

Die Vereinbarung kam trotz interner Bedenken im US-Regierungsapparat zustande. Sicherheitsberater warnten vor möglichen Lecks, insbesondere wegen der Verbindungen zwischen G42 und chinesischen Akteuren.

Der Deal markiert einen Bruch mit der restriktiveren Linie der Biden-Administration. Unter Trump scheint ein offenerer Kurs zu gelten, zumindest für verbündete Staaten mit entsprechender Investitionskraft.

Die Emirate streben an, eine führende Macht im KI-Zeitalter zu werden. Datenzentren mit 5 Gigawatt Stromkapazität sollen entstehen, das Doppelte der größten vergleichbaren US-Anlage.

G42 steht im Visier von US-Gesetzgebern wegen gemeinsamer Militärübungen mit China und mutmaßlicher Technologieflüsse. Dass G42 die Chips erhält, wirft Fragen zu Sicherheitsvorkehrungen auf.

Die Emirate unterstützen auch private Projekte im Umfeld der Trump-Familie. Jared Kushners Fonds erhielt 1,5 Milliarden US-Dollar von einem Tahnoon-kontrollierten Vehikel. Weitere Investitionen flossen in die Trump-nahe Krypto-Plattform World Liberty Financial.

Ein kleiner Staat mit großen Ambitionen, der geopolitische Spannungen in technologische Macht umwandelt.

Quelle: Eulerpool Research Systems