Skip to content

Dow kündigt umfassende Restrukturierung an: 4.500 Stellen weltweit betroffen

  • Dow plant Stellenabbau von 4.500 Arbeitsplätzen zur Steigerung der Profitabilität.
  • Restrukturierung verursacht einmalige Kosten, soll langfristig die Kostenbasis senken.

Der US-Chemiekonzern Dow plant einen tiefgreifenden Umbau, um die Profitabilität um mindestens zwei Milliarden Dollar zu steigern. Rund 4.500 Arbeitsplätze sollen weltweit abgebaut werden. An der Börse wurde der Sparkurs positiv aufgenommen, die Aktie stieg um 2,3 Prozent.

Die globale Chemieindustrie kämpft mit zyklischer Nachfrageschwäche und strukturellen Belastungen. Dow überprüft seit 2024 systematisch sein Portfolio, insbesondere europäische Standorte und nicht-kerngeschäftliche Infrastrukturen. Ziel ist es, Kapital effizient einzusetzen und Kosten zu senken.

Die Restrukturierung verursacht einmalige Belastungen von 1,1 bis 1,5 Milliarden Dollar in den Jahren 2026 und 2027. Diese Kosten sollen langfristig die Kostenbasis senken. Investoren hoffen auf eine Rückkehr zu wettbewerbsfähigen Margen.

Im vierten Quartal meldete Dow einen bereinigten Verlust von 34 Cent je Aktie, besser als die erwarteten 46 Cent. Erste Effizienzmaßnahmen zeigen Wirkung, obwohl die Nachfrage schwach bleibt. Besonders in Europa ist die Lage kritisch, hohe Energiepreise und Umweltauflagen belasten die Produktion.

Der Stellenabbau ist der Beginn einer umfassenden Neuordnung. Dow sendet ein klares Signal: Die Phase des Durchhaltens ist vorbei. Die Restrukturierung wird den Konzern und die Branche über Jahre prägen. Ob das Ziel von zwei Milliarden Dollar erreicht wird, hängt von der Marktentwicklung ab.

Quelle: Eulerpool Research Systems