Deutschland plant europäische Exzellenzinitiative als Antwort auf US-Politik gegen Eliteunis
- Deutschland plant europäische Exzellenzinitiative als Reaktion auf US-Politik gegen Eliteunis.
- EU-Kommission und Bundesregierung arbeiten an Förderprogrammen für internationale Spitzenforscher.
Die Bundesregierung plant eine europäische Exzellenzinitiative, um internationale Talente zu gewinnen. Dies ist eine Reaktion auf die US-Politik, die den Zugang ausländischer Studierender zu Eliteuniversitäten wie Harvard einschränkt.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bezeichnete die Entwicklungen in den USA als „hochdramatisch“ und kündigte Gespräche mit EU-Partnern zur Stärkung der europäischen Hochschul- und Forschungsfreiheit an.
Geplant ist ein europäisches Pendant zur deutschen Exzellenzstrategie, das zwei bis drei Universitäten besondere Förderungen zukommen lassen soll. Ziel ist es, die besten Forschungscluster in Europa sichtbarer zu machen.
Die EU-Kommission plant ein Förderpaket von 500 Millionen Euro für internationale Spitzenforscher. Parallel dazu arbeitet die Bundesregierung an einem Programm, um Top-Talente nach Deutschland zu holen.
Experten warnen vor überhasteter Abwerbung, die bestehende Partnerschaften mit US-Universitäten belasten könnte. Der DAAD mahnt zu diplomatischer Zurückhaltung.
Deutschland hat strukturelle Nachteile im Vergleich zu US-Universitäten, wie schlechtere Bezahlung und hohen bürokratischen Aufwand. Dennoch bleibt die internationale Anziehungskraft hoch.
Im Wintersemester 2023/24 kamen 13,2 % der Studierenden in Deutschland aus dem Ausland. Deutschland ist nach den USA das zweitbeliebteste Ziel für internationale Studierende.