Deutschland investiert Rekordsumme in internationalen Klimaschutz
- Deutschland investiert 11,8 Milliarden Euro in internationale Klimaschutzprojekte.
- Kritik an der Verwendung von Steuergeldern im Ausland trotz inländischer Sparmaßnahmen.
Die Bundesregierung stellt 2024 trotz Haushaltsdefizit 11,8 Milliarden Euro für Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit. Dies ist die höchste Summe, die je für diesen Zweck bereitgestellt wurde.
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan betont die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel. Insgesamt plant Berlin, in diesem Jahr 59,5 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen auszugeben.
Die Mittel fließen in den Ausbau von Nahverkehrssystemen in Indien, Südafrika, Indonesien und Mexiko sowie in den Schutz von Wäldern und Mooren. Ursprünglich waren nur sechs Milliarden Euro vorgesehen, doch zusätzliche Haushaltsmittel und private Gelder verdoppelten die Summe fast.
Diese Investitionen sind Teil der Zusagen aus dem Pariser Klimaabkommen, wonach Industrieländer bis 2025 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz in ärmeren Ländern bereitstellen sollen. Deutschland trägt mit 11,8 Prozent einen bedeutenden Anteil bei und übertrifft viele andere Staaten.
Kritiker bemängeln, dass Steuergelder im Ausland eingesetzt werden, während im Inland gespart werden muss. Dennoch bleibt Deutschland ein führender Geldgeber im internationalen Klimaschutz.