Deutschland erzielt weltweit höchsten Handelsüberschuss dank Autos und Medikamente
- Deutschland erzielt im ersten Quartal 2025 einen Handelsüberschuss von 17,7 Milliarden Euro mit den USA.
- Haupttreiber sind die Automobil- und Pharmaindustrie, während Rohstoffimporte aus den USA steigen.
Deutschland verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen Handelsüberschuss von 17,7 Milliarden Euro im Warenhandel mit den USA. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Kein anderes Land trug so stark zum deutschen Handelsbilanzüberschuss bei. Frankreich folgt mit 12,8 Milliarden Euro.
Die Automobilindustrie ist der Haupttreiber des Überschusses. Deutsche Hersteller exportierten Pkw im Wert von 9,1 Milliarden Euro in die USA, während Importe nur 1,3 Milliarden Euro erreichten. Der Saldo bei Verbrennern lag bei 2,6 Milliarden Euro, bei Elektroautos bei 1,6 Milliarden Euro.
Pharmazeutische Erzeugnisse trugen mit einem Plus von 4,2 Milliarden Euro erheblich zur Bilanz bei. Auch Maschinen und elektrotechnische Produkte stärkten die Exportkraft der deutschen Industrie mit Überschüssen von 3,7 bzw. 2,5 Milliarden Euro.
Diese Zahlen verdeutlichen die Ungleichgewichte im transatlantischen Handel, gegen die der US-Präsident mit Strafzöllen vorgehen will. Trotz teilweiser Aussetzung der Zölle bleibt der Ton konfrontativ.
Deutschland importierte mehr Rohstoffe aus den USA, insbesondere mineralische Brennstoffe mit einem Importüberschuss von drei Milliarden Euro. Auch im Agrarsektor gab es Nettoimporte, etwa bei Nüssen und Samen.
Der strukturelle Überschuss bleibt auf deutscher Seite, vor allem im industriellen Kern. Dies erschwert die wirtschaftspolitischen Verhandlungen zwischen Brüssel und Washington.