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Deutsche Wohnkosten bleiben über EU-Durchschnitt trotz leichtem Rückgang

  • Deutsche Haushalte geben 24,5 % ihres Einkommens für Wohnkosten aus, über dem EU-Durchschnitt.
  • Politische Maßnahmen wie ein Mietendeckel werden gefordert, um die Belastung zu senken.

Im Jahr 2024 gaben deutsche Haushalte durchschnittlich 24,5 % ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber 25,2 % im Vorjahr, bleibt jedoch 5,3 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt, wie aktuelle Eurostat-Daten zeigen.

Eurostat berücksichtigt bei der Berechnung alle wohnbezogenen Ausgaben, einschließlich Mieten, Nebenkosten und Kreditraten. Wohngeld und Transferleistungen werden nicht abgezogen, was die Belastung für einkommensschwache Haushalte verdeutlicht.

Armutsgefährdete Gruppen sind besonders betroffen und geben im Schnitt 43,8 % ihres Einkommens für Wohnen aus. Die Überlastungsquote, also Haushalte, die mehr als 40 % für Wohnen aufbringen, lag 2024 bei 12 %, über dem EU-Durchschnitt von 8,2 %.

Deutschland gehört zu den teuersten Wohnungsmärkten Europas, nur Griechenland hat höhere Wohnkosten. Dänemark und Schweden liegen auf ähnlichem Niveau, während Länder wie Zypern, Malta und Italien deutlich günstigere Wohnkosten haben.

BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht fordert politische Maßnahmen wie einen bundesweiten Mietendeckel und mehr Gemeinnützigkeit im Wohnungsbau. Länder mit regulierten Wohnungsmärkten, wie die Niederlande und Österreich, schneiden bei der Wohnkostenquote besser ab.

Quelle: Eulerpool Research Systems