Deutsche Post: Stellenabbau und Wachstumsstrategie bis 2030
- Deutsche Post baut 8.000 Stellen ab und plant Kostensenkungen bis 2027.
- Langfristige Wachstumsstrategie mit Fokus auf E-Commerce und digitale Kanäle bis 2030.
Die Deutsche Post DHL Group plant den Abbau von 8.000 Stellen in der Post & Parcel Germany-Sparte. Diese Maßnahme ist Teil eines Sparprogramms, das die Kostenbasis bis 2027 um eine Milliarde Euro senken soll.
Das Briefgeschäft steht unter Druck durch sinkende Sendungsvolumina, wachsende Konkurrenz und steigende Lohnkosten. Trotz Umsatzsteigerungen gingen Erträge und Margen 2024 zurück.
Die Deutsche Post verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie. Bis 2030 soll der Konzernumsatz um 50 Prozent im Vergleich zu 2023 steigen, mit Fokus auf digitale Kanäle und Zukunftstrends wie E-Commerce und emissionsarme Lieferdienste.
CEO Tobias Meyer erwartet 2025 ein volatiles Umfeld, setzt jedoch auf steuerbare Maßnahmen für Wachstum. Das operative Ergebnis (EBIT) soll mindestens 6 Milliarden Euro erreichen, bei einem stabilen Free Cashflow von rund 3 Milliarden Euro.
Im vierten Quartal 2024 erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 12,4 Prozent. Der Umsatz stieg um 6,4 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro. Express-, Supply-Chain- und E-Commerce-Geschäft verzeichneten zweistellige EBIT-Zuwächse.
Die Dividende bleibt stabil bei 1,85 Euro pro Aktie. Das Aktienrückkaufprogramm wird bis 2026 verlängert und um 2 Milliarden auf bis zu 6 Milliarden Euro aufgestockt.